Kunterbunte Show in St. Pölten verzauberte Publikum. Ob Contemporary Dance, Rumba und Jive, Musical oder Austropop, zwölf junge Stars begeisterten mit ihren individuellen Begabungen und vielfältigen Performances bei der Bezirks-Competition in St. Pölten, für einige geht’s damit auf die Bühne des Mostviertelfinales am 24. Oktober in Mank.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 26. September 2020 (19:13)

Spannung bei der Kuvert-Übergabe: Sechs Teilnehmer nimmt Andy Marek mit auf den Weg zum größten NÖN-Talent, die Jury wertete, das Publikum votete und knapp 4.000 Anrufe später freuten sich Hanna Zöchbauer und Andrej Krunic, Vanessa Weissenberger, Sarah Wittmann, Georg Dotsenko, Kevin Schwarz und Sarah Winter über ihren Erfolg. „Es ist für mich selbst wahnsinnig spannend, manchmal auch überraschend, wenn mir mein Sohn Lukas das Ergebnis überreicht,“ gesteht Andy Marek. Das würden auch die Stimmen des Publikums ausmachen. Die Jury jedenfalls hat es sich nicht leicht gemacht, weiß Marek,  „aber es sind Persönlichkeiten, die wissen, wer auf die Bühne gehört“: Etwa Entertainer, Komponist und Sänger Willi Dussmann, bekannt auch durch die a cappella Band Mainstreet, seine Frau, die Kunst- und Kultur Managerin Brigitta Dussmann, „Highlights“-Chef Peter Paukowitsch, Stefanie Wuppinger, die mit der Gruppe „Die Hiatamadl“ schon ins Finale des "Grand Prix der Volksmusik“ einzog, Hanna Kuntner von der Musikschule Wieselburg oder auch die ehemalige NÖN-Talente-Kandiadtin Nadine Kaufmann.

Wie schon beim Casting in der Raiffeisenbank, sorgten auch im Traisenpark die Mini-Profi-Tänzer Hanna Zöchbauer und Andrej Krunic mit ihrem lateinamerikanischen Schwung für Begeisterung und brachten eine Art Aschenputtel-Choreografie auf die Bühne, mit passendem Schuh und Kniefall. Das Dream-Team vom St. Pöltner Tanzsportklub Spirit of Dance geht in riesen Rumba-Schritten Richtung Finale.

Mit Songs von Adele überzeugten auch Vanessa Weissenberger aus Purkersdorf und Sarah Wittmann aus Schwechat. Mit dem ebenfalls schwierigen Song Wings von Birdy lieferte Sarah Winter „großes Kino“, wie Andy Marek meinte.

Und dann waren da noch die zwei Burschen, der eine Fußballfan, der andere Opernfan: Kevin Schwarz, Rapid und HSV Anhänger - wie das zusammen passt, konnte auf der Bühne nicht geklärt werden - sang sich mit Pietros Cinderella zum Mostviertelfinale. Georg Dotsenko, dessen Familie aus Russland stammt, liebt Oper und Jazz, er performte mit kräftiger Stimme und toller Mimik den Milchmann, der den Traum vom großen Geld hat. Immerhin, 5.000 Euro liegen ja am Ende für den Gewinner der NÖN-Talente-Show bereit.

Einen, im ersten Moment, schwachen Trost gab Andy Marek jenen Teilnehmern mit auf den Weg, für die die Show im Traisenpark zu Ende ging: „Ich bin ja selbst zweimal durchgefallen bei meinem Antreten zum Songcontest.“ Das könne aber nur heißen, unbedingt weiter zu machen und  keinesfalls aufzugeben. Mit der Wilhelmsburger Austropoperin Iris Müller, den St. Pöltnerinnen Jaqueline Echl und Musical-Stimme Nicole Blümel, der Wiener Neustädter Tänzerin Christine Becher und Lena Mistinger aus Böheimkirchen gibt’s vielleicht nächstes Jahr ein Wiedersehen, wenn Andy Mareks Talente-Suche in die zwölfte Runde geht. Der erst siebenjährige Bassgitarrist Aaron Noel Hindinger aus Traismauer ist sicher dabei, er hat Andy Marek versprechen müssen, in einem Jahr die Talente-Bühne zu rocken: „Was ist Rock überhaupt?“ Aarons Antwort: „Na so was ähnliches wie Heavy Metal!“