Loicher Firma baut stetig aus. Investitionen ins Eigenheim boomen in Corona-Zeiten. Davon profitiert WKF, auch im ÖBB-Bildungscampus in St. Pölten und in der Seestadt Aspern nutzt man Fenster aus Loich.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 08. Mai 2021 (03:46)
Seit 57 Jahren werden am Standort in Loich Holz- und Holz-/Alu-Fenster hergestellt. Die Firma WKF wurde 2005 gegründet, davor war das Unternehmen seit 1964 unter Krippl-Fenster bekannt.
WKF

Einer der größten Arbeitgeber mitten in einer der kleinsten Gemeinden im Tal: die Firma WKF Fenstervertriebs- und Service GmbH.

Die Pandemie brachte dem Unternehmen zu Beginn einen Auftragsrückgang und dadurch Kurzarbeit, doch jetzt geht es bergauf. „Die Auftragslage hat sich verbessert. Es herrscht Normalbetrieb“, berichtet Geschäftsführer Alexander Kirschner.

„Corona erschwert zwar die Planung, trotzdem investieren wir laufend in die Modernisierung des Produktionswerkes.“ Alexander Kirschner, Geschäftsführer, WKF

Die Anzahl der Anfragen ist steigend. „Die Bedeutung des eigenen Zuhauses für die Lebensqualität und als bleibender Wert wird immer wichtiger. Diese Entwicklung hat Corona durch Lockdown und Einschränkung der Reisetätigkeiten noch verstärkt“, weiß er. Ein Fenstertausch werte das Haus auf, sowohl vom rationalen Wert als auch vom emotionalen Wohngefühl. Durch hoch wärmedämmende Gläser können größere Fenster gebaut werden, die lichtdurchflutete Räume und solare Gewinne möglich machen. Schiebetüren sind sehr beliebt, um Wohnraum und Natur verschmelzen zu lassen. Das Unternehmen setzt auf regionale Wertschöpfung und produziert energieeffiziente, nachhaltige Holz-Alu und Holzelemente. „Neben Fichte und Lärche liegt edle Eiche derzeit im Trend“, weiß der Fenster-Experte.

Derzeit finden 70 Mitarbeiter in Loich einen Job, trotz Pandemie-Zeiten. Kirschner: „Corona erschwert zwar die Planung, trotzdem investieren wir laufend in die Modernisierung des Produktionswerkes.“ Dies diene dem Erhalt sicherer Arbeitsplätze für Fachkräfte und angelernte Produktionsmitarbeiter und – bei entsprechender Steigerung der Produktionskapazität – dem Personalausbau. Aktuell werden Tischler und Tischlerhelfer gesucht, im Lehrlingsbereich Tischler und Tischlereitechniker. Auch Bürofachkräfte werden ausgebildet.

Absatzmärkte bieten vorrangig Häuslbauer aus der Region, sowohl im Neubau- als auch Althaussanierungsbereich, aber ebenso Fachhändler anderer Länder. In der Abwicklung von mittleren bis größeren Projekten mit Baufirmen, Baumeistern und Architekten ist WKF immer öfte dabei. „Derzeit statten wir die Zentrale der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und den ÖBB-Bildungscampus in St. Pölten aus“, verrät Kirschner. In der Seestadt Aspern in Wien entstehen 260 Wohnungen – mit WKF-Holz-Alu-Fenstern aus Loich. „Wir sind stolz, dass unser Konzept ,nachhaltige Qualitätsfenster aus der Region für die Region‘ am Markt erfolgreich ist und wir uns so speziell in Niederösterreich und im Wiener Raum eine gute Marktposition aufgebaut haben“, resümiert Kirschner.