Wilde Verfolgungsjagd mit Moped auf der B39. Den Streifenwagen abzudrängen, versuchte ein junger Pielachtaler, der wegen eines nicht angemeldeten Mopeds in Panik geriet. Er stellte sich mit erhobenen Händen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 21. Februar 2020 (03:28)
Mit einem „Gatsch-Hupfer“ war ein 18-Jähriger unerlaubt unterwegs.
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Donnerstag, 20.30 Uhr: Die Polizei macht einen routinemäßigen Verkehrsschwerpunkt in Hofstetten-Grünau. Plötzlich fällt den Beamten ein Moped auf, das ohne Licht auf der B 39 Richtung Rabenstein unterwegs ist. Kennzeichen fehlten ebenso. Die Streife fährt hinter dem Lenker her, dieser bemerkt seine „Verfolger“ und gibt Gas, vorerst Richtung Grünsbach.

Dann braust er auf der alten Mariazeller Straße weiter und versucht gleich mehrmals, den Streifenwagen, der ihn überholen will, abzudrängen. Nur durch das Abbremsen des Polizisten kann ein Unfall vermieden werden. Am Ende des Radweges, Richtung „Sehnsucht“, verliert der junge Mann die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzt. Der Unfall geht für den 18-Jährigen glimpflich aus, doch auch jetzt zeigt er noch keine Anstalten, sich einer Kontrolle der Polizei zu unterziehen. Er flüchtet zu Fuß weiter ins Gebüsch. Ein Beamter verfolgt ihn und verletzt sich dabei leicht an einem Weidezaun aus Stacheldraht. Schließlich geht dem Burschen die Luft aus. Fluchtende! Er soll sich, und das, obwohl er nie mit einer Waffe bedroht wurde (!), mit erhobenen Händen freiwillig gestellt haben.

Der Verkehrssünder wird wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, Gefährdung der körperlichen Sicherheit und anderer Vergehen nach dem Kraftfahrzeuggesetz und der Straßenverkehrsordnung angezeigt. Der 18-Jährige war weder alkoholisiert, noch unter Einfluss von Suchtmitteln. Auch soll er im Besitz eines Mopedscheins sein. Grund der Flucht war der desolate Zustand des Zweirads, an dem auch noch sämtliche Armaturen fehlten. Zum Verkehr zugelassen war es ebenfalls nicht.