Hochbehälter saniert: Genug Wasser vorhanden. 140.000 Euro kostet die Sanierung. Arbeiten großteils abgeschlossen, jetzt fehlt nur noch der Steinschlagschutz. Geschichte des Objekts reicht in die 60er-Jahre zurück.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 11. April 2021 (03:26)
Agnes Lehner von der Zeleny Infrastruktur-Planung, Claus Weber von der Firma Kugler, Bürgermeister Anton Grubner und Bauleiter Franz Fugger vom Bauunternehmen Anzenberger (von links) nahmen die Endbesprechung zum Hochbehälter vor.
NOEN, Gemeinde Loich

Der Hochbehälter der Gemeinde sichert sauberes Trinkwasser für den Ort. Um dies auch in den kommenden Jahren weiterhin zu garantieren, entschloss sich im Vorjahr die Gemeinde, diesen zu sanieren.

Jetzt sind die Arbeiten weitgehend abgeschlossen: Der Behälter ist gut isoliert, die Wasserkammern wurden instand gesetzt, der Zugang neu errichtet und eine neue Eindeckung gemacht. Weiters wurden neue Rohrleitungen verlegt, neue Einstiegsleitern montiert sowie eine moderne Alarmierung und Steuerungstechnik eingebaut. „Jetzt fehlt nur mehr der Steinschlagschutz; dieser wird in nächster Zeit ausgeführt“, kündigt Bürgermeister Anton Grubner an. Erfreulich: Die Gemeinde durfte für die Arbeiten als Zufahrt den Weg der Familie Gruber nutzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 140.000 Euro, um eine Förderung beim Wasserwirtschaftsfond wurde angesucht.

Zugangsbereich und Einstiegsleitern beim Hochbehälter sind neu.
Gemeinde Loich, Gemeinde Loich

Die Geschichte des Hochbehälters reicht bis in die 60er-Jahre zurück. Dieser wurde im Steilgelände in der Hammermühlgegend errichtet. „Da es damals keinen Zufahrtsweg gab, musste das Material mit einer Seilwinde hinaufgebracht werden“, erzählt Grubner. Die Wahl fiel auf diesen Standort, weil hier eine starke Quelle entdeckt wurde. Grubner: „Ein Stollen wurde händisch in den Berg gegraben, um das Wasser zu erschließen.“ Nach mehreren Jahren der Inbetriebnahme der Anlage stellte sich heraus, dass das Wasser dieser Quelle nicht den Anforderungen als Trinkwasser entsprach. Die Gemeinde bemühte sich, in den Achtzigerjahren eine neue zu finden. Auf Anraten der Landesregierung wurde man in Dobersnigg fündig. Dort gab es genug Wasser guter Qualität. Bis heute wird daraus der Behälter gefüllt. Dieser fasst übrigens 160 Kubikmeter.