Jugendarbeit für das Pielachtal in Planung. Streetworker sollen künftig Kontakt zu den Jugendlichen im Pielachtal knüpfen.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 17. September 2019 (04:31)
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 Den Wunsch nach Streetworkern im Pielachtal gibt es schon seit einiger Zeit. Jetzt wird die Umsetzung konkret. „Schon 2012 wurde das Thema in einem Bürgerrat eingebracht“, erinnert sich Edith Kendler vom Regionalplanungsbüro. Und auch dazwischen haben sich Bürger gemeldet, die den Bedarf an Jugendarbeit gesehen haben.

„Wir wollen uns jetzt proaktiv dem Thema Jugend im Tal annehmen, aber auch, weil es immer wieder zu Problemen kommt, müssen wir etwas unternehmen“, erklärt der Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Kurt Wittmann. Besonders am Bahnhof in Hofstetten-Grünau gab es schon öfter Vorkommnisse mit Jugendlichen.

Als Basis für die Umsetzung der mobilen Jugendarbeit dient die im Vorjahr präsentierte Jugendstudie. Erste Infos holte sich das Regionalplanungsbüro über den Verein Jugend und Lebenswelt aus St. Pölten ein.

„Geplant ist, dass Sozialarbeiter Plätze und Treffpunkte von Jugendlichen aufsuchen und dort Kontakte knüpfen“, informiert Kendler. Dann könne das Angebot nach Bedarf erweitert werden. So gebe es auch die Möglichkeit, Krisenintervention anzubieten oder die Jugendlichen zu wichtigen Terminen zu begleiten.

„Wir wollen uns proaktiv dem Thema Jugend im Tal annehmen, aber auch, weil es zu Problemen kommt, wollen wir das angehen.“ Kurt Wittmann

Zweiter wichtiger Teil der Jugendarbeit im Pielachtal soll die Vernetzung mit Jugendvereinen und dem Gemeinderat sein. „Hier geht es darum zu erkennen, wo es Probleme gibt“, erklärt Kendler. Dritter Teil der Arbeit ist die Dokumentation der Maßnahmen im Pielachtal.

Vorerst soll das Projekt zwei Jahre laufen. „Dann werden wir weitersehen“, betont Wittmann. Im Nachbartal in Traisen gibt es ein solches Projekt schon seit 15 Jahren, und zwar mit viel Erfolg.

Nächster Schritt zur Umsetzung sind die Beschlüsse in den Gemeinderäten. „Die Beschlüsse brauchen wir, damit wir das Projekt für die LEADER-Regions-Förderung einreichen können“, informiert Kendler. Danach soll die Ausschreibung für die Umsetzung erfolgen.

Ober-Grafendorf war die erste Gemeinde, die in ihrer Gemeinderatssitzung den Grundsatzbeschluss zur Teilnahme an dem Projekt behandelte. „Ober-Grafendorf wird nach dem Regionalplanungsschlüssel jährlich knapp über 9.000 Euro für das Projekt zahlen“, berichtet Bürgermeister Rainer Handlfinger. Die Fraktionen waren sich einig und sprachen sich geschlossen für die Investition in die Zukunft der Jugend aus. Sollten Schwarzenbach und Loich nicht am Projekt teilhaben wollen, könnte sich Ober-Grafendorf vorstellen, das freigewordene Stundenkontingent zu übernehmen.

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