Frauenpower für Tourismusverband im Pielachtal. Gerhard Hackner übergibt nach 30 Jahren an die amtierende Dirndlprinzessin Veronika Harm aus Ober-Grafendorf.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 23. Juni 2021 (04:33)
Gerhard Hackner Veronika Harm
Gerhard Hackner übergab den symbolischen Schlüssel zum Tal an seine Nachfolgerin Veronika Harm.
Straubinger

Fast 30 Jahre stand Gerhard Hackner als ehrenamtlicher Funktionär an der Spitze des Tourismusverbandes Pielachtal. Seit der einstimmigen Wahl in der Vorwoche gilt die amtierende Dirndlprinzessin Veronika Harm nun als seine Nachfolgerin. Die erste Frau im 50-jährigen Bestehen des Tourismusverbandes. Der NÖN erzählte sie von ihrer Motivation.

„Durch mein Studium bin ich international viel herumgekommen, da habe ich erst gemerkt, wie schön es zuhause ist. Die Wurzeln sind schon etwas wert“, schwärmt Harm. Der Wohlstand, in dem die Menschen hier leben, sei nicht selbstverständlich. Als Dirndlprinzessin hat sie mitbekommen, wie bekannt das Dirndltal bereits ist und das will sie noch weiter vorantreiben. „Gerhard Hackner ist ein großes Vorbild. Er hat die Gemeinschaft überall, wo er war, selbstlos vertreten“, sagt Harm.

Harm betreibt ihr Heurigenlokal in Gattmannsdorf und hilft am familieneigenen Hof bei der Produktion mit. Durch ihr wirtschaftliches Studium sehe sie vieles anders und möchte neue Ideen einbringen. „Ich möchte unsere Botschaft und das Dirndltal mittels sozialen Medien nach außen tragen“, betont Harm. Auch die Digitalisierung von Werbemaßnahmen steht auf ihrem Programm. „Natürlich sollen die engen Kontakte und Partnerschaften, wie mit Mostviertel Tourismus, der Regionalplanungsgemeinschaft, dem Regionalbüro und anderen Verbänden weiter gepflegt werden“, hebt Harm hervor. Gemeinsam soll neben den bestehenden Highlights, wie dem Dirndlkirtag, auch viel Neues entstehen.

„Ich möchte unsere Botschaft und das Dirndltal mittels sozialen Medien nach außen tragen“

„Durch meine Tätigkeit als Dirndlprinzessin kenne ich bereits alle Mitglieder im Verband und bin auch schon viel herumgekommen.“ Vor allem ist Harm überzeugt, dass das Pielachtal viel zu bieten hat: „Wie etwa Elfi König ihre Tiere mit Liebe behandelt, das gehört mehr in die Welt hinausgetragen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen.“ Es gebe so viele engagierte, kleine Familienbetriebe.

Erste Termine für Treffen sind schon ausgemacht. Für nächstes Jahr hofft Harm außerdem wieder auf den Dirndlkirtag.