Zweites Jahr ohne Dirndlkirtag. Statt der Großveranstaltung wird es die Dirndltaler Erlebniswochen mit Wahl der neuen Dirndlhoheiten im Pielachtal geben.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:35)
Gedränge am Kirtagsgelände wird es auch heuer nicht geben. Die Region setzt auch dieses Jahr auf die Dirndltaler Erlebniswochen.
NÖN, NÖN

In den vergangenen Wochen wurde im Pielachtal viel diskutiert. Dirndlkirtag planen und eine Absage riskieren oder eine Alternative anbieten – die Regionalplanungsgemeinschaft entschied, die größte Veranstaltung des Jahres erneut ausfallen zu lassen und um ein Jahr zu verschieben.

„Die große Unsicherheit bezüglich der kommenden Monate und die damit verbundenen unklaren Auflagen für Großveranstaltungen lassen im Moment keine seriöse Planung des Events zu. Da die Vorbereitungen aber bereits demnächst beginnen müssten, ist die Absage leider alternativlos“, begründet Mostviertel-Tourismus-Geschäftsführer Andreas Purt die Absage. Eine Befragung der Aussteller ergab: Sie teilen diese Ansicht; eine Durchführung macht für sie heuer keinen Sinn.

„Natürlich wäre die Abhaltung des Pielachtaler Dirndlkirtages ein wichtiger Tourismusschub für unsere gesamte Region Aber es ist verständlich und klar, dass es für die Organisatoren nach wie vor keine Planungssicherheit für so eine Großveranstaltung gibt“, sagt Tourismusobmann Gerhard Hackner.

„Die große Unsicherheit bezüglich der kommenden Monate und die damit verbundenen unklaren Auflagen für Großveranstaltungen lassen im Moment keine seriöse Planung des Events zu"

Als Alternative zur beliebten Großveranstaltung, die jährlich rund 15.000 Besucher ins Dirndltal lockt, werden wieder die Dirndltaler Erlebniswochen angeboten. Das Konzept des Vorjahres, die kulinarische und handwerkliche Vielfalt der Region im Rahmen eines mehrwöchigen Veranstaltungsreigens mit mehreren kleinen Events zu präsentieren, wird dafür bis zum Herbst entsprechend weiterentwickelt – und könnte dazu führen, dass sich die Erlebniswochen auch auf langfristige Sicht als Fixpunkt im Veranstaltungskalender etablieren. „Wir hoffen natürlich, dass sich auch heuer wieder viele Betriebe und Partner für die Erlebniswochen begeistern werden“, verweist Kurt Wittmann, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal, auf die breite Angebotsvielfalt bei der vorjährigen Dirndlwochen-Premiere.

Wahl der Hoheiten und Prämierungen

Bei der heurigen Auflage soll auch die Wahl der neuen Dirndlhoheiten abgehalten werden - ursprünglich hätte sie schon beim Kirtag 2020, stattfinden sollen. Wie genau die Nachfolgerinnen von Königin Sandra Schweiger („Sandra I.“) und Prinzessin Veronika Harm („Veronika I.“) ermittelt werden sollen, ist aktuell noch in Planung.

Einen weiteren Fixpunkt bei den Erlebniswochen bildet die Sirup- und Marmeladenprämierung der Dirndl-, Edelbrand- und Dörrobstgemeinschaft, kurz „Die Dirndltaler“ genannt, die bisher ebenfalls im Rahmen des Dirndlkirtags abgehalten wurde.

„Wir hoffen aber alle, dass der Dirndlkirtag im Jahr 2022 wieder stattfinden kann“, hofft Hackner auf die Rückkehr der weit über die Grenzen des Dirndltals bekannte Veranstaltung im kommenden Jahr.

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