Kirchberg wird digital. Arbeitszeiten der Gemeindebediensteten werden durch Zeitchips erfasst. Die Mülleimer im Ortszentrum bekommen sogar Sensoren, die Füllstand und Temperatur messen.

Von Gerhard Hackner. Erstellt am 18. Juni 2021 (03:47)
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Bürgermeister Franz Singer und Amtsleiter Hannes Karner (von rechts) zeigen die Terminals für die digitale Zeiterfassung der Gemeindemitarbeiter.
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Die Digitalisierung nahm im letzten Jahr, nicht zuletzt bedingt durch die Corona-Pandemie verbunden mit Homeoffice und Homeschooling, einen enormen Aufschwung in der Gesellschaft. Dieser Wandel zeigte sich auch in Kirchberg. Darauf reagiert die Gemeinde. Als Erstes wird die digitale Zeiterfassung im Gemeindedienst umgesetzt.

Im Gemeindeamt ist bereits der erste Terminal angebracht und die Bediensteten erhielten Zeitchips. „Bei Arbeitsbeginn oder Arbeitsende wird am Terminal gechipt und die Zeiten werden digital aufgezeichnet. Damit setzt die Gemeinde wichtige Impulse am Weg zur „Smart City“, erklärt dazu Bürgermeister Franz Singer.

Mit der Inbetriebnahme des ersten Teilbereiches der digitalen Arbeitszeiterfassung für die Gemeindemitarbeiter ist somit Anfang Juni der Startschuss gefallen. „Als nächste Schritte werden die weiteren Arbeitsbereiche für die Bediensteten in der Gemeinde wie im Kindergarten und in der Schule in das neue System integriert“, erläutert Singer. Bei den Bediensteten im Außendienst erfolgt die Umstellung erst im Zuge des geplanten Um- und Zubaues beim Bauhof. Doch nicht genug: Es sind noch weitere Projekte zur Digitalisierung in Planung, einige sogar in der ersten Umsetzungsphase: So werden in Kürze die Mülleimer im Ortszentrum digitalisiert. „Sie bekommen Sensoren, die den Füllstand und die Temperatur messen. Sobald ein kritischer Punkt erreicht wird, löst eine entsprechende App Alarm aus und die Gemeindeverwaltung weiß, welcher Abfallbehälter zu entleeren ist“, erklärt dazu Singer. Kirchberg ist somit am Zug der Zeit.