Viel Interesse an E-Autos in Pressbaum. Die meisten E-Autos im Bezirk wurden 2020 in Pressbaum angemeldet.

Von Kristina Veraszto. Erstellt am 01. August 2021 (04:01)
E-Mobilität Pressbaum
Eine öffentliche Ladestation für E-Autos befindet sich auf dem Parkplatz der Raiffeisenbank. 
Veraszto

Erfreuliche Nachrichten von der Energie- und Umweltagentur NÖ erreichten vergangene Woche die Stadtgemeinde: In keiner anderen Gemeinde im Bezirk St. Pölten wurden 2020 mehr E-Fahrzeuge zugelassen wie in Pressbaum. Dafür wird die Stadtgemeinde im Rahmen eines Festaktes von Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf als Bezirkssieger ausgezeichnet. Die Feierlichkeiten finden am 16. August statt.

„Im Beurteilungszeitraum wurden in Pressbaum insgesamt 64 neue Elektrofahrzeuge zugelassen“, freut sich ÖVP-Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner. Die Pressbaumer Bürger legen großen Wert auf Umweltschutz, ist der Stadtchef überzeugt: „Elektroautos werden in Pressbaum sehr stark angenommen, da sie nahezu emissionsfrei unterwegs sind und die aktuellen Modelle realistische Reichweiten von bis zu 300 Kilometer schaffen. Damit kann man den Arbeitsplatz problemlos erreichen.“

Tarife könnten günstiger sein

Vier öffentliche Ladesäulen gibt es für E-Fahrzeuge in Pressbaum. Zwei weitere wurden vom Gemeinderat bereits beschlossen und sind in der Umsetzung, so der Stadtchef und ergänzt: „Betrieben werden die Stromtankstellen von der Firma A1 und EVN. Dazu kommt noch eine Vielzahl von privaten Ladesäulen.“ Seitens der Gemeinde bemühe man sich, durch den Bau von öffentlichen Stromtankstellen die Attraktivität von Elektroautos indirekt zu fördern“, so der Bürgermeister. Auch SPÖ-Gemeinderat Peter Grosskopf, Obmann des Vereinfahrtendienstes „E-Mobil Pressbaum“, freut sich über die Auszeichnung für die Gemeinde. Er denkt allerdings, dass die Kosten für das Auftanken der E-Autos an den öffentlichen Ladestationen billiger sein könnten. Der Verein lade seine Fahrzeuge nur mehr bei einer Station beim Rathaus auf – und das langsam über Nacht. „Die Tarife der EVN sind einfach zu teuer“, meint Grosskopf.

„Elektroautos werden sehr stark angenommen, da sie nahezu emissionsfrei unterwegs sind.“ Josef Schmidl-Haberleitner

Auch im Fuhrpark der Gemeinde hat man bereits auf E-Mobilität gesetzt. „Von der gemeindeeigenen Firma ,PKomm‘ wurde ein Elektrofahrzeug angekauft“, berichtet Schmidl-Haberleitner.