Ein großes Herz für die Heimatstadt. Monica Weinzettl und Gerold Rudle stellen Einnahmen des Auftritts vor Heimpublikum wohltätigem Verein zur Verfügung.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 16. Mai 2019 (06:26)
privat
Gerold Rudle und Monica Weinzettl spielen das x-te Mal für die Vorstadtherzen, Obfrau Karin Hohenwarter (r.) ist darüber erfreut. Im gemeinsamen Urlaub in Lissabon entstand dieses Bild.

Ja, sie sind waschechte Purkersdorfer. Sie leben da, lieben da und sie sind auch gerne hier gesehen. Das ist wohl mit ein Grund, warum sich das Kabarettisten-Paar Monica Weinzettl und Gerold Rudle dazu entschlossen hat, sein Heimspiel in der Bühne in Purkersdorf einem guten Zweck zu widmen. Sie spielen ihr aktuelles Programm „Zum x-ten Mal“ und die Einnahmen kommen dem Verein „Vorstadtherzen“ zugute.

Veranstaltung ist restlos ausverkauft

„Die Veranstaltung am Freitag ist restlos ausverkauft“, strahlt Bühne-Chef Karl Takats über das ganze Gesicht. Kein Wunder, schließlich wollen sich alle ihr Kabarettisten-Paar zu Hause anschauen. „Wir proben unser Stück immer in der Bühne, brauchen nur ein paar Meter zu Fuß heruntergehen. Dafür sind wir Karl Takats sehr dankbar“, verrät Monica Weinzettl.

Die beiden bedanken sich bei ihrer Heimatstadt auf ihre Weise. Vor allem der Verein „Vorstadtherzen“ mit Obfrau Karin Hohenwarter hat es ihnen angetan. Sie werden die Einnahmen des Purkersdorfer Auftritts diesem Verein, der nur aus Frauen besteht, spenden. „Wir haben Weinzettl und Rudle in unserem Stammlokal, dem Shakespeare Pub, kennengelernt. Mittlerweile sind wir gute Freunde“, erzählt Hohenwarter.

Der Verein bietet schnelle Hilfe für Familien in der Region, die beispielsweise einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben.„Wenn eine Familie plötzlich einen Elternteil verliert oder durch längere Krankheit das Einkommen, dann versuchen wir zu helfen“, so Hohenwarter. „Und die hauen sich wirklich voll ins Zeug“, ist Weinzettl vom Engagement der Vorstadtherzen beeindruckt. „Wir wollen jetzt gerne dem Ort, in dem wir leben, etwas zurückgeben“, erklärt Weinzettl den Grund für die Aktion.

Heimspiel als besondere Herausforderung

Das zehnte Programm von Weinzettl und Rudle heißt bezeichnenderweise „zum x-ten Mal“. „Es läuft sehr gut. Wir haben jetzt sozusagen den Schuh angezogen. Das heißt, wir suchen nicht nur nach dem Text, sondern wir können das Programm mittlerweile richtig spielen und genießen“, so Weinzettl. Ein Auftritt vor eigenem Publikum sei immer etwas ganz Besonderes.

„Der Prophet ist im eigenen Land bekanntlich nichts wert. Aber wir haben hier unsere Fans und Freunde. Ein Heimspiel sorgt noch einmal für mehr Anspannung“, gibt Weinzettl ein kleines zusätzliches Kribbeln zu. Denn ein Auftritt vor Heimpublikum bleibe länger in Erinnerung. „Da kann es passieren, dass man noch Wochen später beim Billa darauf angesprochen wird“, scherzt Weinzettl, die sich auf den Abend vor eigenem Publikum freut, auch wenn das eine Herausforderung bedeutet.