Open-Air: Auch ein Rollator wurde gesucht. Bauamt, Feuerwehr, Samariterbund und Polizei sorgten für einen reibungslosen Ablauf im Hintergrund. Auch ein Rollator musste gesucht werden.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 13. September 2019 (03:23)
Marlene Trenker, Ernst Jauck und Andi Novotny
Symbolbild Open Air Purkersdorf

Für große Begeisterung sorgte das Open-Air-Konzert bei den Besuchern. Doch damit alles so glatt über die Bühne gehen konnte, war im Hintergrund viel Arbeit nötig. Das arbeitsintensivste Wochenende war es für das Team rund um Bauamtsdirektor Nikolaj Hlavka, wie er im NÖN-Gespräch berichtet. Im Einsatz waren vier Personen vom Bauhof sowie sechs Leute für die Organisation und erstmals ein externer Sicherheitsdienst.

„Ich bin froh, dass der Tag ein Ende gehabt hat. Es hat aber alles ohne Zwischenfälle funktioniert“, resümiert er. Ob für 1.000 oder 3.000 Besucher – der Aufwand sei ziemlich gleich. „Im Vorfeld weiß man ohnehin nicht, wie viele kommen. Alles ist auf die maximale Besucherzahl ausgelegt“, so Hlavka. Er musste beispielsweise die Entscheidung treffen, wann ein Zugang gesperrt wird und sich mit Logistik- und Koordinierungsangelegenheiten beschäftigen.

Suchaktion für Rollator wurde gestartet

Neben diesen Routine-Tätigkeiten erleben die Mitarbeiter rund um Hlavka aber manchmal auch Kurioses. „Diesmal hat eine Frau ihren Rollator verloren, während sie auf dem WC war“, schmunzelt der Bauamtsdirektor. Die Dame sei beim Fürstenbergbrunnen verzweifelt umher geirrt. „Wir haben eine Suchaktion gestartet und die Frau dem Samariterbund übergeben“, erzählt Hlavka. Und tatsächlich wurde der Rollator samt Handtasche bei der Volksbank in der Menge entdeckt. „Allerdings war die Frau nicht mehr auffindbar“, so Hlavka. Schlussendlich sei sie aber wieder am Gelände gefunden worden und der Rollator konnte ihr übergeben werden.

Der Bauamtsdirektor weist auch auf die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen hin. Diese lobt auch Feuerwehrkommandant Viktor Weinzinger und berichtet: „15 Personen waren im Einsatz. Am Vormittag wurde mit dem Aufbau der Absperrungen begonnen und danach waren sie bis ein Uhr früh mit dem Wegräumen beschäftigt.“ Einsätze gab es nur wenige. „Ein Auto ist hängen geblieben und einen Einsatz wegen Brandverdacht gab es“, resümiert Weinzinger. Mit 50 Sanitätern und zwei Notärzten war der Samariterbund im Einsatz. „Unsere Kollegen mussten einige Male aufgrund von Kreislaufschwächen intervenieren, alle Patienten konnten nach der Versorgung in häusliche Pflege entlassen werden“, sagt Stützpunktleiter Roland Zwingraf. Für Sicherheit sorgten auch die Polizeibeamten.

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Verantwortlichen allerdings nicht. „Die Open-Air-Konzerte sind mittlerweile zu einem Ganz-Jahresprogramm geworden. Es geht nahtlos weiter. Eine echte Erholung gibt es nicht“, sagt Elise Madl von der Stadtgemeinde. Demnächst werde das gesamte Gelände evaluiert – auch im Hinblick auf die Vermeidung der Plastikbecher. „Außerdem muss bei den Künstlern schon angeklopft werden“, weiß Madl.