Schwere Zeit für Igel. Bald beginnt der Herbst, und die kleinen Tiere machen sich bald für den Winterschlaf bereit.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 14. September 2019 (03:10)
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In diesem Jahr hatten es die Igel wegen Trockenheit besonders schwer.

„Immer wieder werden auch verletzte oder untergewichtige Igel zu uns gebracht“, erzählt Gabriele Wodak. Mähroboter sind oft dafür verantwortlich, dass sich Igel schwer verletzen. „Heuer hatten wir schon zwei solcher Fälle“, so Wodak. Beide Igelweibchen mussten operiert werden. Ein Hinterbein musste amputiert werden. Der Igel hat sich gut erholt und konnte bestens mit drei Beinen laufen und wurde bereits wieder ausgewildert.

Jutta Kirchner
Der kleine Igel wurde durch einen Mähroboter schwer verletzt und musste operiert werden.

Ein anderer Igel erlitt schwere Kopfverletzungen und wurde ebenfalls operiert. Noch befindet sich dieser in der Obhut des Tierparks. „Heuer ist ein besonders schweres Jahr für Igel. Durch die Trockenheit gibt es viel weniger Würmer und Insekten als Nahrung“, gibt Wodak über die Probleme der kleinen Tiere an.

Igel, die im Spätherbst unter 500 Gramm wiegen, werden den Winter nicht überstehen. Sie sollten über den Winter gepflegt und erst im Frühjahr ausgewildert werden.

„Als Nahrung für Igel eignet sich Igelfutter aus dem Zoohandel und etwas Dosenfutter für Katzen“, empfiehlt Wodak. Milch, Rosinen, Nüsse und sonstige pflanzliche Nahrungsmittel sind für Igel tödlich. Also sollten an sie keine Küchenabfälle verfüttert werden.