Drei Schwechater Parks werden attraktiver. Sitzbänke und Tischtennis-Tische sollen verstärkt zum Verweilen in den Schwechater Parks einladen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 13. Mai 2021 (03:55)
Für SPÖ-Jugendstadtrat Marco Luksch braucht es mehr als nur „gutes Aussehen“.
Burggraf, Burggraf

„Parks verändern sich von ‚gut aussehen‘ zu einer funktionellen Nutzung – das zeigt der Trend der vergangenen Jahre und Jahrzehnte“, unterstreicht Marco Luksch. Der SPÖ- Jugendstadtrat, sein grüner Amtskollege Peter Pinka, formal für Gartenanlagen zuständig, und Bürgermeisterin Karin Baier (ebenfalls SPÖ) starteten daher ein Projekt, das drei Parks attraktiver machen soll.

Im ersten „Schwung“ sollen Schlosspark, Felmayergarten und die Rasenfläche hinter dem Bauhof-Areal mehr Möglichkeiten für Jugendliche bieten. „Die Stadt wächst und die Jungen brauchen Plätze, wo sie konfliktfrei Zeit verbringen können“, weiß Luksch.

Der öffentliche Raum ist eine Gemeinschaftszone.“ SPÖ-Stadtrat Marco Luksch

Schlosspark/Stadtpark: Zusätzlich zu den vorhandenen Sitzbänken sollen nun im Bereich des Basketballplatzes Bank-Tisch-Kombinationen aufgestellt werden. „Damit man auch gegenüber und nicht nur nebeneinander sitzen kann“, erläutert der Jugendstadtrat. Zudem sind Relax-Liegen geplant und auch ein Tischtennistisch. Der Basketballplatz selbst erhält Bodenlinien – „ein Wunsch der Jugendlichen“, weiß Luksch. Zudem soll das Wiesenstück in Richtung Schwechat-Brücke als Liegewiese ausgeschildert werden. „Das wird zwar schon als Liegefläche genutzt, nun machen wir es offiziell“, betont er.

Der Felmayergarten.
Google Maps, Google Maps

Felmayergarten: Auch hier werden im Bereich der Hütte Bank-Tisch-Kombinationen aufgestellt, zudem kommen zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Ebenfalls geplant ist ein Tischtennistisch, der exakte Standort aber noch nicht fixiert.

Der „Senderpark“.
NOEN

„Sendnerpark“: Eine Aufwertung wird im Rahmen des Projekts der Wiesenfleck hinter dem Bauhof-Areal (siehe Foto links unten) erfahren. Luksch nennt den Bereich „Sendnerpark“, einen offiziellen Namen hat es (noch) nicht. Dort sind bisher lediglich zwei Steinformationen aufgestellt – „diese werden zu Steinsäulen erhöht und mit einem Dach versehen. Darunter wird es eine Bank-Tisch-Sitzmöglichkeit geben“, erklärt Luksch. Natürlich werden die vorhandenen Sitzbänke belassen. „Das wird dort einmal ein Beginn sein, eventuell gibt es einen weiteren Ausbau“, hält der Jugendstadtrat fest.

Streetworker begleiten Maßnahmen-Umsetzung

In vier bis acht Wochen sollen alle Maßnahmen erledigt sein, umsetzen wird sie das Team des städtischen Bauhofs in Eigenregie. In Sitzbänke & Co. investiert die Stadt etwa 20.000 Euro. Zudem werden die Adaptierungen von den Streetworkern des Römerland Carnuntum begleitet. „Wir fragen die jungen Leute, wohin sie etwa im Schlosspark die Sitzmöglichkeiten hinhaben wollen. Wir wollen sie mitnehmen und so die Akzeptanz fördern“, hält Luksch fest.

Ideen wie die Tischtennistische kamen auch zum Beispiel im Vorfeld von den Schwechater Jugendlichen. Eine laufende Evaluierung soll zeigen, ob die Maßnahmen angenommen werden beziehungsweise wo noch Verbesserungspotenzial besteht.

Das generelle Ziel derartiger Investitionen ist, den öffentlichen Raum schrittweise verstärkt nutzbar zu machen – letztlich für alle Generationen. Die Jugend ist hier der Einstieg, denn: „Die Trennung von Kinder- und Jugendräumen ist wichtig. Hier gibt es einen verstärkten Bedarf, sonst treffen sie sich am Kinderspielplatz.“

Und das sei eben nicht ideal, weiß der Jugendstadtrat. Luksch weist mehrmals daraufhin, dass dies nur der Anfang sei. So würden auch Investitionen für andere Generationen angedacht, etwa mit einer Bocciabahn oder einem Schachbrett. „Der öffentliche Raum ist eine Gemeinschaftszone, wo man sich auch generationenübergreifend kennenlernen kann“, ist der SPÖ-Politiker überzeugt. Er verspricht daher weitere Schritte – und das nicht nur für Schwechat, sondern auch für die Katastralgemeinden. „Hier sind wir aber noch in der Konzeptionsphase“, betont Luksch.