Feuerwehr feierte 140er. Seit 1879 rücken freiwillige Zwölfaxinger zu Einsätzen aus. Im Zuge eines zweitägigen Festes wurde das Jubiläum gefeiert.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 16. September 2019 (04:40)
Nicole Frisch
Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger, Kommandant Michael Steininger, Bürgermeisterin Astrid Reiser und Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Fink feierten 140 Jahre Feuerwehr.

„140 Jahre ist natürlich eine Veranstaltung, die man mit Sicherheit feiern muss“, betont Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Fink. So sahen dies auch die Zwölfaxinger Florianis. Zwei Tage lang wurde das 140-jährige Jubiläum beim Feuerwehrhaus gefeiert (mehr dazu auf Seite 81).

Gegründet hat sich die Zwölfaxinger Feuerwehr 1879 in einem Gasthaus. 30 Mann meldeten sich damals zum freiwilligen Dienst. Aktuell zählt die Feuerwehr 44 Mitglieder.

Der Einsatz ist freiwillig, aber dennoch nicht selbstverständlich.“ Astrid Reiser, SP-Bürgermeisterin

Seit jeher rücken die Kameraden zur Brandbekämpfung aus. Die Aufgaben sind in den vergangenen 140 Jahren aber anspruchsvoller geworden. Die Feuerwehr wird nun auch zu technischen Einsätzen oder zur Abwehr von Umweltkatastrophen gerufen – im Fall Zwölfaxing sind die Florianis vor allem bei Hochwasser gefragt. „Der Einsatz ist freiwillig, aber dennoch nicht selbstverständlich“, bedankt sich SP-Bürgermeisterin Astrid Reiser bei den Freiwilligen. Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger sieht in den vielen Freiwilligen einen „Schatz“.

Die Feuerwehr verfügt heute über ein eigenes Haus in der Feldgasse und ausreichend Ausrüstung. Doch dies war nicht immer so. Während des Zweiten Weltkriegs war Zwölfaxing ein Teil Wiens. Erst 1954 erhielt die Gemeinde ihre Selbstständigkeit zurück – und damit auch die Feuerwehr. „Es war wenig Geld da, es wurde viel geschnorrt und gebettelt“, erzählt Kommandant Michael Steiniger in seiner Ansprache.

Bei der Anschaffung des neuen Hilfsleistungsfahrzeuges, die nun ansteht, scheinen sich Feuerwehr, Gemeinde und Land jedenfalls einig: Diese ist notwendig, damit die Feuerwehr einsatzfähig bleibt. Jenes Fahrzeug, das durch das neue Hilfsleistungsfahrzeug ersetzt werden soll, steht bereits 30 Jahre im Dienst. Steininger freut sich bereits auf viele Gesichter bei der Fahrzeugweihe im kommenden Jahr.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten nahm Steininger auch zum Anlass, um für neue Mitglieder zu werben. „Wir brauchen jede Unterstützung“, hält er fest. In den letzten Jahren konnten im Durchschnitt vier neue Mitglieder gewonnen werden. Diesen Schnitt will der Kommandant auch in den kommenden Jahren halten.