Thriller-Sieg für Bad Vöslau gegen Leoben. Die Thermalstädter stehen mit einem Bein im Halbfinale, weil der HC gegen Leoben in der Schlussminute die besseren Nerven hatte, mit 26:25 siegte.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 23. Februar 2020 (09:35)

"Die Heimspiele im oberen Play-off müssen wir gewinnen, dann sieht es mit dem Halbfinale sehr gut aus", gab es für Bad Vöslau-Obmann Peter Gauss nur eine Devise und die hieß gegen Leoben gewinnen. Gegen das aktuelle Tabellenschlusslicht waren die Hausherren in der ersten Hälfte die dominante Mannschaft. Raphael Muck und Co. erspielten sich eine 13:8-Führung. Die Chance war da, schon im ersten Durchgang für ganz klare Verhältnisse zu sorgen. Doch die letzten Minuten verliefen nicht nach Wunsch der Bad Vöslauer, Leoben verkürzte auf 15:12.

Leoben zieht vorbei

Nach dem Seitenwechsel tat sich der HC plötzlich deutlich schwerer, während Leoben mit viel Elan aus der Kabine kam. Die Steirer drehten die Partie, führten im Verauf der zweiten Hälfte eigentlich fast immer mit zwei Toren Vorsprung. Den Gästen gelang es jedoch nicht die Bad Vöslauer Fehleranfälligkeit in eine höhere Führung zu verwandeln und so kämpften sich die Heimischen angeführt von Vuk Stevanovic in der Schlussphase zurück.

Vöslaus Schlussoffensive

Mit dem 23:23 gelang Stevanovic der erste Ausgleich seit Minute 35. Leoben antwortete, Muck stellte auf 24:24. Und dann schlug die Stunde von Jan Schendlinger, der mit zwei Treffern en suite das Spiel entschied. Nach dem Anschlusstreffer zum 26:25 ließ Bad Vöslau die Kugel gut zirkulieren, schenkte den Ball nicht mehr her. Damit stehen die Thermalstädter derzeit auf Platz drei der Tabelle, der Vorsprung auf Leoben beträgt zwei Zähler. "Die Jungs haben heute gekämpft und sie haben sich zurück gekämpft. Das war gut", war Gauss zufrieden.