Juwel überstrahlt nach wie vor alle. Am Muttertag stand im Ebreichsdorfer Racino der zweite Renntag. Juwel Venus war im Hauptrennen erneut nicht zu schlagen. Hubert Brandstätter war mit vier Siegen der Fahrer des Tages.

Von Clemens Kuzminski. Erstellt am 10. Mai 2021 (07:30)
Juwel Venus war im Hauptrennen wieder der Schnellste.
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Bei prachtvollem, fast sommerlichem Wetter, aber nach wie vor ohne Zuschauer ging der Muttertagsrenntag am 9. Mai in Ebreichsdorf in Szene. Ein Fahrer drückte diesem Renntag seinen Stempel auf: der Lokalmatador Hubert Brandstätter, der nicht weniger als vier der elf Rennen gewann. Nach langer Pause durften auch wieder die Amateure ihre Rennen austragen, wobei Johann Preining junior ach längerer Pause gleich wieder erfolgreich war.

Am Ende hatte wieder Juwel die Nase vorne

Im wichtigsten Rennen der elf Bewerbe umfassenden Tageskarte stellten sich viele die Frage: Wird Juwel Venus seinen Sieg vom letzten Renntag wiederholen können, wobei manche Experten recht skeptisch waren: Nach dem Start matchten sich Kiwi Superstar mit Gerhard Mayr und Dexter mit Karl Höbart um die Führung, wobei sich letzterer durchsetzte. Schon bald tauchte aber Wolfgang Ruth mit Uranosky Etoile auf, eroberte die Spitze und konnte sich sogar etwas absetzen. Aber im Einlauf waren dann ganz andere Cracks zur Stelle, Juwel Venus mit Erich Kubes und die beiden Stallgefährten des Besitzers Hans Lenz, Orange Venus (Ari Kaarlenkaski) und King of the World (Harald Sykora). Dragon Darche des Maria Enzersdorfer Besitzers Manfred Strebel blieb beim Anstart blass, während Juwel Venus seinen Ebreichsdorfer Sieg in guten 1:15,9 Minuten wiederholte.

Eine Aufholjagd von Catch me if you can

Starke Pferde waren auch im drittem Rennen am Start: Catch me if you can (Franz Konlechner) sprang gleich am Start ein und verlor viele Längen. Nach kurzer Führung des formstarken Somebody’s Diamond (Johann Lichtenwörther) ergriff Carsten Milek mit Rammstein die Initiative und vergrößerte zusehends seinen Vorsprung. Catch me if you can holte auf, stellte den Führenden im Einlauf und war tatsächlich im Ziel nicht mehr zu fangen. Nach Rammstein eroberte JS Tolstoy mit Erich Kubes den dritten Platz.

Nach Start-Ziel-Sieg disqualifiziert

Eher ungewöhnlich war das sechste Rennen, ein Bänderstartbewerb (mit drei Bändern) für französisch gezogene Pferde über die Sprintdistanz von 1640 Metern: Dominik mit Carsten Milek führte praktisch vom Start bis ins Ziel, aber im Einlauf verschlechterte sich zusehends die Gangart des Führenden, sodass er von der Rennleitung disqualifiziert wurde. Milek freute sich aber trotzdem über zwei Siege, darunter mit dem Ex-Derbysieger Mac Donald Venus, der schon sehr lange nicht mehr gewonnen hatte. Den Sieg teilten sich dann Conny Mayr mit dem Zulagenpferd Avatar Vet (1:16,4) und Harald Sykora mit D Day du Roche (1:18,3), denn auch mit Zielfoto war kein einzelner Sieger zu erkennen. Nach dem Toten Rennen um den 1. Platz wurde Gerhard Mayr mit Brador Dritter.

Insgesamt hatte die Rennleitung viel Arbeit, einige gefährliche Situationen, mehrere Fehlstarts und zu häufiger oder falscher Peitschen- beziehungsweise Zügeleinsatz waren zu ahnden. Weiter geht es in Ebreichsdorf am 30. Mai. Dann sollten auch erstmals in dieser Saison wieder Zuschauer mit dabei sein können.