Purgstaller Thomas Pechhacker: Das Ende der Auszeit. Während der Corona-Pause hat Thomas Pechhacker „Tempo rausgenommen.“ Jetzt meldet sich der Ex-Weltmeister mit einem Sieg und einem zweiten Rang zurück.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 22. Juli 2020 (00:31)
Wieder da. Thomas Pechhacker hat die Zwangspause gut überstanden.
privat

Anfang März weilte Thomas Pechhacker zu Trainingszwecken in Kapstadt/Südafrika. Als der Purgstaller nach Österreich zurückkehrte, fand er sich in einer neuen Realität wieder. „So gesehen hatte ich Glück, dass die Reise noch davor geplant wurde.“ Alle weiteren angesetzten Trips wurden gecancelt.

„Ich dachte mir: Naja, trainiere ich halt zuhause.“ Ein Mann, ein Wort. Im Keller seines Elternhauses entstand „ein kleines, improvisiertes Home-Gym.“ Außerdem baute Pechhacker bei der Gelegenheit den hauseigenen Trialpark um. „Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich, den Umständen entsprechend, sehr gut über den Winter gekommen bin.“

Und dann sagt der ehemalige Weltmeister etwas, das man diese Tage aus vielen, vielen Mündern vernimmt. „Ehrlich gesagt tat es auch gut, mal wieder etwas Tempo aus der Sache rauszunehmen und das große Ganze mit etwas Abstand zu betrachten.“

„Ehrlich gesagt tat es auch gut, mal wieder etwas Tempo aus der Sache rauszunehmen und das große Ganze zu betrachten.“Thomas Pechhacker

Die Krise hatte natürlich Auswirkungen auf die Trial-Saison. Die Weltmeisterschaft, der Weltcupauftakt in Salzburg und zahlreiche weitere, nationale und internationale Rennen wurden abgesagt. „Leider konnte für die wenigsten ein Ersatztermin im Herbst gefunden werden“, sagt Pechhacker. „Und auch die sind ja alles andere als sicher.“

Trotz allem hat der Purgstaller mittlerweile schon wieder zwei Auftritte hinter sich. Zwei erfolgreiche Auftritte. Den Anfang machte die, mit starken internationalen Fahrern besetzte, polnische Meisterschaft. Pechhacker: „Die Nervosität war schon höher als sonst. Man wusste ja nicht, wo man steht.“ Am Ende stand der Erlauftaler jedenfalls ganz oben. Erstes Rennen, erster Sieg.

Beim zweiten Bewerb eine Woche später in der Slowakei war die Konkurrenz dann noch stärker. Pechhacker verpasste Platz eins nur knapp. „Es tat unglaublich gut, wieder das Rennfieber zu spüren.“