Nationalteam mit Scheibbserin Hable: Punktelos in Leeds. Julia Hable und den österreichischen Damen blieb bei der Europameisterschaft ein Erfolgserlebnis verwehrt.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 20. August 2019 (02:47)
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Positiv. Julia Hable, Running Back bei den Vienna Vikings und Nationalteamspielerin, nimmt von der EM viele neue Eindrücke mit nach Hause.

Ohne Sieg, aber zumindest um eine Erfahrung reicher trat das österreichische Nationalteam die Heimreise von der Damen-EM in Leeds (Großbritannien) an. In drei Spielen gab es ebenso viele Niederlagen. Gegen Titelverteidiger Finnland setzte es eine 0:50-Watschn. Im Duell mit den Gastgeberinnen schrieb Österreich zwar an, unterlag aber 6:36. Das abschließende Spiel gegen Schweden endete 6:48. Bitter.

Gute Aktionen vs. viele Eigenfehler

„Wir haben, trotz teilweise guter Aktionen, zu viele Eigenfehler gemacht“, ärgerte sich Julia Hable. Die Scheibbserin war als Running Back Teil des 45 Spielerinnen umfassenden rot-weiß-roten Kaders. „Fallweise waren unsere Gegnerinnen einfach auch körperlich klar überlegen. Prinzipiell wäre in allen drei Spielen aber schon mehr drinnen gewesen.“

Trotz der ernüchternden Bilanz blickt die bei den Mostviertel Bastards als Jugendbetreuerin engagierte Scheibbserin schon wieder nach vorne. „Die EM hat uns gezeigt, woran wir arbeiten müssen. Das nächste Großereignis ist die Weltmeisterschaft in zwei Jahren.“ Ob das Team Österreich einen der fixen Startplätze erhält oder sich extra qualifizieren muss, steht zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Hable: „Das stärkt den Zusammenhalt.“

Ein Erlebnis war die EM für Julia Hable allemal. „Das ist schon etwas Besonderes, weil du dein Land vertrittst. Ich freue mich, dass ich ein Teil des Nationalteams sein durfte. Durch die gemeinsame Zeit kennt man sich jetzt viel besser. Das stärkt natürlich den Zusammenhalt im Team sehr.“