Lunzer Hudler als Liensbergers „Gold-Schmied“. Der Lunzer Raphael Hudler war bei der Ski-Weltmeisterschaft in Cortina d‘ Ampezzo der Servicemann der "Queen von Cortina", der zweifachen Goldmedaillengewinnerin Katharina Liensberger.

Von Adrian Alexander Lechner. Erstellt am 24. Februar 2021 (05:43)
Katharina Liensberger (l.) freute sich gemeinsam mit ihrem Servicemann Raphael Hudler (r.) aus Lunz über die Goldmedaillen.
privat

Eine ereignisreiche Ski Alpin Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo endet mit einer rot-weiß-roten Bilanz, wie man sie sich zu Beginn nur erträumen konnte.

Das ÖSV-Team gewinnt den Medaillenspiegel mit fünf Goldenen, einer Silbernen und zwei Bronzenen. Die größte Sensation gelang jedoch der aufstrebenden Athletin Katharina Liensberger mit zwei goldenen Medaillen und einer Bronzenen. Doch hinter diesem Erfolg von Katharina Liensberger steht ein unfassbares Team, rund um Servicemann Raphael Hudler aus Lunz am See.

Karriere begann mit Paraski-Angebot

Mit dem Angebot von Eric Digruber, die Paraskifahrer des ÖSV zu betreuen, beginnt die Karriere des Lunzers. Bereits nach der ersten Saison gab es auch Angebote von anderen Nationen für den Ybbstaler, dort den nächsten Schritt als Servicemann zu machen. Doch Edi Unterberger erkannte das Talent und zog Raphael Hudler zu den österreichischen Profiherren hinauf.

„Dort betreute ich Patrick Feuerstein und Daniel Mayer. Das eigentlich Außergewöhnliche war die enge Zusammenarbeit mit Ferdinand Hirscher. Sein Ideenreichtum hinsichtlich des Skifahrens ist unfassbar. Er fordert, aber fördert auch dementsprechend“, offenbart Raphael Hudler seine Erfahrungen bei den ÖSV-Herren.

Nach den Olympischen Spielen in Südkorea veränderte sich der Alltag für Raphael Hudler, er wurde Katharina Liensberger zugeteilt. „Also nach den starken Auftritten in Pyeongchang hat die Kathi beim Verband um einen eigenen Servicemann angefragt und ich bin ihr halt zugeteilt worden. Wir haben uns von Anfang an eigentlich großartig verstanden“, beschreibt der junge Lunzer das Verhältnis zwischen ihm und der Doppelweltmeisterin.

Bisherige Krönung die zwei Goldmedaillen

Die Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft in Cortina gestalteten sich sehr arbeitsintensiv, denn man hat den Fokus besonders auf das Starten aus den Boxen im Parallelbewerb gerichtet.

„Der Vater von Katharina hat ihr eine eigene Startbox zuhause gebastelt und sie hat sich bei der Katrin Ofner auch zahlreiche Tipps geholt. Dazu kommt, dass die Katharina wahrscheinlich derzeit mental so stark ist wie kaum eine andere“, berichtet Raphael Hudler von den Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaft und mit der Goldenen im Parallelbewerb war der Knoten bei Katharina Liensberger geplatzt.