Mario Sturmlechner: Motiviert ab ins Wintertraining. Der Wieselburger Mario Sturmlechner blickt auf besondere, aber erfolgreiche Saison zurück.

Von Helene Waxenecker. Erstellt am 25. November 2020 (01:06)
Der für den Laufclub Mank startende Wieselburger Mario Sturmlechner holte sich am Annaberg den Titel bei der Berglauf-Landesmeisterschaft.
privat

NÖN: Gab es trotz der Corona-Situation ein Highlight in der vergangenen Saison?

Mario Sturmlechner: Die Wettkampfsaison hat sich aufgrund von Corona in den Herbst verschoben. Dabei hatte ich das Glück, dass die Berglauf-Landesmeisterschaft am Annaberg so abgehalten wurde, wie ursprünglich geplant. Bei diesem Wettkampf sicherte ich mir den Landesmeistertitel. 

„Bis die nächsten Wettkämpfe stattfinden, steht Grundlagentraining mit vielen Kilometern am Programm.“ Mario Sturmlechner

Auf welche Erfolgserlebnisse kannst du noch zurückblicken?

Sturmlechner: Trotz der eingeschränkten Saison freute ich mich über insgesamt elf Gesamtsiege und eine neue persönliche Bestleistung von 15:50 Minuten über 5.000 Meter. Neben der Berglauf-Landesmeisterschaft startete ich auch bei den Landesmeisterschaften über 10.000 Meter. Bei den Staatsmeisterschaften gelang mir über die 1.500-Meter- und 5.000-Meter-Distanz die Goldmedaille und beim 800-Meter-Wettkampf holte ich Silber.

Worauf musstest du verzichten?

Sturmlechner: Am meisten ist mir um den New-York-Marathon leid. Das wäre mein Höhepunkt der Saison gewesen. Die bereits gebuchten Tickets wurden jetzt auf nächstes Jahr verschoben. Man wird sehen, ob es dann möglich sein wird, in New York zu starten.

Welche Ziele verfolgst du jetzt?

Sturmlechner: Kommende Saison würde mich ein Ultramarathon oder ein langer Traillauf reizen. Ein 100-Kilometer-Marathon wäre für April angesetzt.

Wie sieht das entsprechende Training aus?

Sturmlechner: Das Training ist ähnlich wie im Frühjahr. Ich trainiere viel Grundlagen und Ausdauer. In letzter Zeit habe ich mich auch verstärkt auf Krafttraining konzentriert, wobei ich das jetzt wieder etwas zurückschrauben werde, um mehr Kilometer abzuspulen.

Hat sich das Training durch Corona auch verändert?

Sturmlechner: Ich trainiere sowieso meistens alleine. Die vereinzelt gemeinsamen Trainingseinheiten mit Vereinskollegen fallen jetzt natürlich wieder für einige Zeit aus. Generell versuche ich, mit Tennis oder Fußball etwas Abwechslung ins Training zu bringen, was zurzeit nicht möglich ist. Größtenteils gehe ich aber sowieso laufen oder setze mich auf den Heimtrainer.

Wie steht’s mit der Motivation?

Sturmlechner: Mir macht das Trainieren ja Spaß, deshalb fehlt mir die Motivation auch nicht. Natürlich weiß man nicht, wann genau der nächste Wettkampf stattfinden wird können, aber irgendwann werden wieder Läufe sein und bis dahin kann ich trainieren. Besonders für die Trailläufe, die ich im Auge habe, braucht man die vielen Trainingskilometer sowieso.