Letic-Abgang und Ligavergrößerung belasten. Die 2. Bundesligaherren bekommen in der neuen Saison zwei neue Gegner, verlieren dafür aber absoluten Leistungsträger.

Von Peter Sonnenberg und David Aichinger. Erstellt am 23. Juni 2021 (02:44)
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Seine Dynamik wird dem Deutsch-Wagramer Spiel abgehen: Nikola Letic.
Newetschny, Newetschny

Einen schmerzhaften Abgang gibt es bei den 2. Bundesligaherren der Union Deutsch-Wagam Alligators: Nikola Letic verlässt das Marchfeld und wechselt in die USA.

Der 20-jährige Guard wechselte erst Anfang des Jahres aus Wien zu den Mannen von Head-Coach Lukas Hofer, entwickelte sich aber innerhalb von kürzester Zeit zu einem absoluten Leistungsträger und Topscorer der Deutsch-Wagramer. Jetzt bekam er ein Angebot eines Colleges aus Louisiana im Süden der Vereinigten Staaten und will dort den Traum vom Profi ein Stück näherkommen. „Ein herber Verlust, aber ich gönne es Nikola und es spricht auch für uns, dass er sich so gut entwickelt hat“, sieht Team-Manager Manfred Kvasnicka den Abgang mit einem lachenden und weinenden Auge.

Wollen in die Play-offs

Ansonsten steckt Kvasnicka noch mitten in den Verhandlungen bezüglich Zu- oder Abgängen, will den Kader aber bis Anfang Juli beisammenhaben. Das Ziel für die neue Spielzeit ist nach wie vor das gleiche: „Wir wollen in die Play-offs.“ Das wird aber schwerer als in der abgelaufenen Saison, weil es Neuigkeiten in Sachen Ligagröße gibt: Vor wenigen Tagen verkündete die Liga eine Aufstockung der zweithöchsten Spielklasse von zwölf auf 14 Vereine.

Wer die freien Plätze einnimmt, ist auch fix: die Kufstein Towers und das Future Team Steiermark, ein Farmteam der Kapfenberg Bulls und des UBSC Raiffeisen Graz, in welchem junge steirische Spieler unter professionellen Bedingungen gefördert und an die BSL-Teams herangeführt werden sollen.

Wie die aufgestockte Zweite Liga konkret ablaufen soll, steht allerdings noch nicht fest, der genaue Modus soll bei einer Liga-Sitzung am 29. Juni beschlossen werden – gemeinsam mit den Vereinen.

Erstmals Lizenzierung für Zweitliga-Teams

Neu ist auch eine Lizenzierung, der sich die Zweitliga-Teams in den vergangenen Wochen zum ersten Mal stellen mussten. „Was für uns kein Problem war, weil wir vernünftig wirtschaften“, nahm es Kvasnicka locker. Der Aufwand sollte sich jedenfalls lohnen, Deutsch-Wagram bekam – wie die restlichen 13 künftigen Zweitliga-Teams – grünes Licht.