Zwei bittere Abgänge beim UHC Hollabrunn. Beim UHC Hollabrunn gibt es aufgrund des Nicht-Aufstiegs die ersten Abgänge: Die Rückraum-Spieler Igor Vuckovic und Andreas Dräger wechseln eine Spielklasse höher.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 13. Mai 2020 (05:13)
Verlassen die Bundesliga, um in Zukunft HLA zu spielen: die Hollabrunner Igor Vuckovic (l.) und Andreas Dräger (r.).
Thomas Hagendorfer

Die ersten Konsequenzen des vorzeitigen Saisonabbruchs und Nicht-Aufstiegs in die HLA bekam der UHC Hollabrunn jetzt zu spüren: Mit Igor Vuckovic und Andreas Dräger verlassen gleich zwei hoffnungsvolle, junge Spieler den Bundesligisten.

„Das war leider zu befürchten“, seufzt Manager Gerhard Gedinger. Der 22-jährige Rückraumspieler Vuckovic, der erst im vergangenen Sommer von den Fivers aus Margareten nach Hollabrunn kam – und wegen einer Schulterver letzung erst Ende des Vorjahres so richtig in Fahrt geriet –, wechselt zum regierenden Meister UHK Krems. Er soll dort den Ungarn Gabor Hajdu ersetzen. „Sie haben ihm den Mund wässrig gemacht, dass er erstklassig spielen kann. Aus der Sicht des Spielers kann ich diese Entscheidung nachvollziehen, für uns ist es bitter“, meint Gedinger.

Doppelspielberechtigung nicht praxistauglich

Beim 18-jährigen Rückraumspieler Dräger sieht es ähnlich aus, er wechselt zu Handball Westwien, ebenfalls in die HLA. Ein Mitgrund war, dass ihn sein Junioren-Nationalteamtrainer Roland Marouschek, seines Zeichens einer der Sportlichen Leiter der Wiener, ebenfalls von einem Wechsel überzeugt hat.

„Es war sein eigener Wunsch, dem wir entsprochen haben. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob er sich gleich durchsetzen wird, aber auch das müssen wir zur Kenntnis nehmen“, so Gedinger. Theoretisch hätte Dräger zwar eine Doppelspielberechtigung, aber praktisch hält Gedinger davon nichts, „weil er dann ein Fremdkörper in unserer Mannschaft wäre.“

Neuzugänge nicht vor Juni

In Sachen Ersatz gibt es indes noch keine Neuigkeiten, weil laut Gedinger erst die wirtschaftliche Lage abgewartet werden müsse. „Ich glaube nicht, dass wir vor Juni erste Neuzugänge präsentieren werden.“

Stattdessen traf sich der Mannschaftsrat in der Vorwoche, um alle möglichen Szenarien durchzubesprechen. „Für den Fall des Falles, dass wir heuer gar nicht mehr spielen können“, erklärt Gedinger. Dafür startete Coach Ivica Belas mit seinen Mannen am Montagabend wieder mit dem Training – an der frischen Luft und um im ersten Schritt körperlich wieder fit zu werden.