Maissauer Schützen siegten mit Rekord. Bei den Hollabrunner Hegeringmeisterschaften auf der Schießanlage des JSC Hollabrunn dominierten – bei äußerst hohem Niveau – erneut die Maissauer Schützen.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 11. September 2019 (02:38)
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Die Sieger der Einzelwertung: Gerald Mantler, Matthias Mölzer und Bertram Schöberl, alle aus Maissau. Sie gewannen auch die Mannschaftswertung.

Hervorragende Beteiligung – 17 Mannschaften und 102 Schützen – gab es am Thernerberg bei den Hollabrunner Hegeringmeisterschaften. Das ganze Jahr über werden Bewerbe der einzelnen Hegeringe des Bezirkes (Anm.: darunter versteht man einen Zusammenschluss von mehreren Jagdgebieten) veranstaltet. Die besten sechs jedes Hegeringes werden dann zu den Hegeringmeisterschaften geschickt.

Jeder Schütze musste zehn Schüsse mit dem Kugelgewehr und 25 Scheiben am Parcoursstand absolvieren. „Das Niveau wird von Jahr zu Jahr höher“, freute sich JSC-Obmann Herwig Schneider. Das beweist ein Blick auf die Ergebnisse: Waren es im Vorjahr nur zwei Mannschaften, welche die magische 1.000-Punkte-Grenze überschritten, schafften es heuer gleich sieben.

Überlegener denn je waren die Schützen von Maissau I, die den bisherigen Standrekord von 1.054 Punkten weit überboten und mit 1.127 von 1.200 möglichen den vierten Sieg in Serie feierten. Wieder Zweiter wurden die Hollabrunner, obwohl sie den Standrekord der Maissauer von 2018 exakt einstellten. Ziersdorf rettete sich im starken Feld der Verfolger noch auf das Podest.

Hervorheben kann man viele Leistungen: Allen voran natürlich Maissau I, die neben der Gesamtwertung auch die Kugel- und die Wurfscheibenwertung gewannen, dann Weyerburg, die das Kunststück schafften, beim Kugelschießen auf die Bockscheibe keinen einzigen (!) Ring abzugeben, und schließlich die Punktlandung von Oberthern, die als Siebte exakt 1.000 Punkte erreichten.

In der Einzelwertung ging es dann ganz besonders heiß her: Mit (Anm.: als Einziger) vollen 25 Treffern am Parcours und nur drei Minusringen beim Kugelschießen siegte der Maissauer Schütze Matthias Mölzer knapp vor seinen Mannschaftskollegen Bertram Schöberl und Gerald Mantler, die noch um Platz zwei stechen mussten. Der beste „Nicht-Maissauer“ war erst Johann Pfeifer (Weyerburg) als Vierter.

Das war’s aber noch lange nicht am Thernerberg: Ein Highlight gibt’s noch mit der österreichischen Meisterschaft in der Klasse Skeet ASK am 21. und 22. September, „wo wir noch mal kräftig Gas geben“, wie Schneider verrät. Dann klingt das Jahr mit den beiden lokalen Preisschießen Entenparcours (27. und 28. September) und Hasenjagd (11. und 12. Oktober) langsam aus. Schneider: „Gerade das letzte Turnier ist ein wahrer Publikumsmagnet.“