Edelmüller zu SPUSU-Liga: „Titel auch bei Abbruch“. Christoph Edelmüller, früherer Tophandballer mit Wurzeln im Kremser Bezirk, ist Geschäftsführer der Topligen. Er spricht über den aktuellen Ligabetrieb. 2005 war er sogar ein potentieller Neuer beim UHK.

Von Bert Bauer. Erstellt am 25. November 2020 (02:49)
Christoph Edelmüller (2. v . l.), im Bild mit Goalie Mario Dubovecak, Michael Derkits und Miloš Pesić, schlüpfte 2005 kurzfristig in den UHK-Dress. Der Transfer von Westwien scheiterte an der Ablöse.
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Der Spitzenhandball kam bis dato mit der Covid-Krise aufgrund der Hygienemaßnahmen noch mit einem blauen Auge davon. Nun mehren sich aber in der Spusu-Liga die Absagen. Vergangene Woche kamen nur drei von fünf Partien zur Austragung. Die SG Bärnbach/Köflach, vorgesehener Gegner der Kremser am Samstag, musste nun bereits das dritte Spiel absagen.

Christoph Edelmüller, seit Sommer neuer Geschäftsführer der beiden obersten Spielklassen, steht derzeit permanent in Kontakt mit dem ÖHB, der für die Terminisierung der Spiele verantwortlich ist.

Der heute 39-Jährige hatte unter Trainer Christian Tiefenböck 2005 bereits Probetrainings im Dress des UHK absolviert, bevor der Transfer des Spitzenkreisläufers scheiterte.

„Die Wachauer konnten sich mit Westwien leider nicht über die Ablöse einigen, nachdem ich zuvor ein Jahr in Schweden gespielt hatte“, erinnert sich Edelmüller.

Schon in seiner frühesten Jugend war er mit der Region tief verwurzelt: „Meine Eltern kommen aus Hadersdorf, besuchten die Oberstufe bei den Piaristen. Als wir später nach Wien gezogen sind, habe ich noch oft meine Großeltern in Hadersdorf besucht.“

Die NÖN befragte den neuen Spusu-Liga-Spitzenfunktionär zur augenblicklichen Situation des heimischen Spitzenhandballs während der zweiten Corona-Welle sowie zum modifizierten Meisterschaftsmodus für 2020/2021.

Nachtragsspiele

„Hier besteht im Dezember und Februar noch genügend Luft, um die Matches nachzuholen. Aus diesem Grund wird heuer auch der Cupbewerb nicht mehr gestartet. Dabei müssen wir aber achten, dass die Spieler durch die anfallenden ,englischen Wochen‘ gleichzeitig auch die physische Belastung stemmen können. Dies gilt vor allem für jene Teams, die auch im Europacup im Einsatz sind.“

Bonusrunde neu

„Die Bonusrunde wird heuer mit sechs Mannschaften gespielt, wobei diese jeweils nur einmal aufeinandertreffen. Der Heimvorteil ergibt sich dabei aus der besseren Grunddurchgang-Platzierung. Das sind dann fünf Runden weniger als in den letzten Jahren. Dieser Modus soll auch unsere heimischen Akteure in der Nationalmannschaft entlasten.“

Quali-Runde neu

„Die Teams von Rang 6 bis Rang 10 bestreiten Heim- und Auswärtspartien. Die beiden letztplatzierten Mannschaften spielen im Best-of-three-Modus um den Klassenerhalt, der Sieger der Quali-Runde und das zweitplatzierte Team qualifizieren sich für das Viertelfinale. Der Meister wird ebenfalls im Best-of-three-Modus ermittelt.“

Möglicher Saisonabbruch

„Im Gegensatz zur Vorsaison wird es einen Meister geben. Sollte wider Erwarten nicht zu Ende gespielt werden, ist der Grunddurchgang-Erste neuer Champion.“