Finale wäre I-Tüpfelchen für Marlies Männersdorfer. Die Obersdorferin Marlies Männersdorfer (23) startet in dieser Woche bei den Kunstturn-Europameisterschaften in Basel. Das große Ziel wäre das Mehrkampf-Finale.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 21. April 2021 (00:14)
Ist guter Dinge: Marlies Männersdorfer will bei der EM aufzeigen.
ÖFT, ÖFT

Diesen Mittwoch geht das erste Saisonhighlight in der Schweiz über die Bühne, die Kunstturn-Europameisterschaft in Basel. Mittendrin statt nur dabei ist Marlies Männersdorfer aus Obersdorf. Die 23-jährige Weinviertlerin ist eine von nur zwei österreichischen Starterinnen. Kurz vor dem Beginn ihrer Wettkämpfe nahm sich Männer s dorfer noch ausführlich Zeit für ein Gespräch ...

... über die letzten Wochen vor diesem Großereignis

„Es ist mein erster großer Podiumswettkampf nach der WM 2019. Das ist unglaublich lange her.“ Besser ein Bewerb ohne Zuschauer als gar kein Bewerb, sagt Marlies Männersdorfer

„Ich fühle mich optimal vorbereitet. In den letzten Wochen haben wir intensiv an der Ausführung meiner Übungen gearbeitet und sie sollten sitzen. Leider konnte ich ein paar neue Elemente, welche ich eigentlich geplant hatte, nicht in meine Übungen einbauen, denn vor knapp einem Monat hatte ich leider mit einem üblen Lagerungsschwindel zu kämpfen. Nichtsdestotrotz habe ich eine neue Balkenübung und werde einen schwierigeren Sprung als noch bei der österreichischen Staatsmeisterschaft zeigen.“

... über die ersten Tage vor Ort

„Am Sonntag ging es mit dem Training Ort los. Hierbei lege ich einen großen Wert darauf, dass ich mich in der Wett- kampfhalle wohlfühle und die Geräte gut beherrschen kann. Der erste Eindruck ist schon einmal gut.“

... über die Zielsetzung bei diesen europäischen Titelkämpfen

„Ich erwarte von meinem Wettkampf, dass ich meine Übungen gut präsentiere und meine Trainingsleistung abrufe – mehr ist es nicht (lacht). Das Erreichen des Top-24-Mehrkampffinales wäre für mich das Tüpfelchen auf dem i. Grundsätzlich besitze ich viel Großereignis-Erfahrung und bin gut in Form. Also wenn ich fehlerfrei bleibe, ist das Mehrkampffinale für mich absolut realistisch und kein Wunschdenken.“

... über den ständigen Begleiter Corona

„Corona wird ganz klar immer präsent sein. Es gibt sehr viele und strenge Auflagen, damit dieser Wettkampf überhaupt durchgeführt werden kann. Wir werden bzw. wurden vor Ort nochmals getestet und befinden uns in einer Blase. Natürlich werden mir die Zuschauer abgehen, jedoch bin ich sehr froh, dass dieser Wettkampf überhaupt stattfinden kann. Es ist mein erster großer Podiumswettkampf nach der WM 2019. Das ist unglaublich lange her.“

... über die Ziele danach

„Im Mai ist ein Weltcup in Varna geplant. Am ersten Juniwochenende finden die Austrian Finals in Graz statt, also die Staatsmeisterschaften, und eine Woche später ist ein Weltcup in Osijek, bei dem ich an den Start gehen werde. Fad wird mir also nicht.“

... über geplatzte Träume und gute Hoffnungen in Asien

„Die Universiade in China, welche ursprünglich im August stattfinden hätte sollen, wurde jetzt leider um ein Jahr verschoben. Im Herbst wird dann hoffentlich noch die Weltmeisterschaft in Japan stattfinden. Aber dahinter steht noch ein Fragezeichen. Grundsätzlich freue ich mich über jeden Wettkampf, der in Zeiten von Corona überhaupt stattfinden kann. Denn gerade die internationalen Einsätze haben mit sehr gefehlt.“