Hypo will in Europa Rache nehmen. In der ersten Runde des EHF Cups gilt es, ausgerechnet Atzgersdorf zu schlagen – 22:17-Sieg im Hinspiel.

Von Max Kolodej. Erstellt am 11. September 2019 (03:01)
Kolodej
Auf Revanche aus. Mona Magloth und die Damen von Hypo Niederösterreich wollen sich auf internationaler Ebene für das nationale Trauma revanchieren.

Es ist wohl noch immer eine offene Wunde für Hypo Niederösterreich - letzte Saison entthronten die Damen von WAT Atzgersdorf die Südstädterinnen nach 42 Jahren als österreichischer Handball Meister.

Umso brisanter ist deswegen die erste Runde im EHF-Cup, wo man ausgerechnet die Atzgersdorferinnen zum Gegner hat. Beim ersten Spiel am Samstag, wirkte es lange so, als wäre das Meisterschaftsfinale noch in den Köpfen von einigen Hypo-Spielerinnen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte gingen die Gäste aus Atzgersdorf sogar in Führung. Dann schaltete der Rekordmeister aber einen Gang höher und konnte mit einer Serie von neun Treffern in Folge das Heft wieder in die Hand nehmen.

„Wir werden Atzgersdorf nicht unterschätzen“

„Fünf Tore sind ein guter Polster, obwohl es mich etwas ärgert, dass wir in der Schlusssekunde noch ein Tor kassiert haben. In der Deckung sind wir eigentlich von Beginn an gut gestanden, im Angriff ist es erst in der zweiten Halbzeit besser gelaufen. Wir können zuversichtlich ins Rückspiel gehen, wissen aber, dass es auswärts nicht einfach wird. Wir werden Atzgersdorf nicht unterschätzen“, ärgerte sich Claudia Wess ein wenig über die erfolgreiche Schlussoffensive der Gäste.

Und auch Trainer Ferenc Kovacs sah das ähnlich: „Vor dem Spiel hätte ich ein plus fünf sofort genommen, jetzt finde ich es etwas schade, dass es kein plus sieben geworden ist. Bei diesem Ergebnis kann noch alles passieren.“