Olympiastart: Kanu-Karten neu gemischt. Doch kein fixes Ticket: Viktoria Wolffhardt bangt, Corinna Kuhnle hofft.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 02. Dezember 2020 (05:37)
„Entscheidung war ein Schock“: Tullns Vicky Wolffhardt.
APA/expa/Pucher

Die Tullnerin Viktoria Wolffhardt, die im Kajak-Einer bereits fix mit ihrem Olympia-Ticket gerechnet und sich nicht zuletzt deshalb an der Schulter operieren lassen hatte, muss plötzlich wieder zittern. Die Höfleinerin Corinna Kuhnle ist dafür wieder im Quali-Rennen.

Das ÖOC forderte auf Geheiß des IOC eine Leistungsbestätigung. „Ziel des ÖOC ist es, bei den Spielen das bestmögliche Team am Start zu haben. Wir haben alle betroffenen Verbände gebeten, Adaptierungen an deren nationalen Selektionssystemen vorzunehmen, um der außergewöhnlichen Situation gerecht zu werden. Mit dem Kanuverband, der sich intern uneinig war, hat sich dieser Prozess über mehrere Monate hingezogen“, erklärt ÖOC-Sportdirektor Christoph Sieber. Dies sei „weder im Interesse der Athleten noch des ÖOC“ gewesen.

Zwei Frühjahrsbewerbe sollen zur Bestätigung der Qualifikation herangezogen werden. Für Vicky Wolffhardt kam die Entscheidung völlig überraschend: „Es war ein Schock. Ich war darauf eingestellt, dass ich mich voll auf Olympia konzentrieren kann.“ Schafft‘s die Tullnerin in einem der Rennen unter die Top Ten, fährt sie nach Tokio. Kuhnle: „Wir sind es dem Steuerzahler schuldig, dass wir die besten Athleten zu Olympia schicken.“