Andreas Vojta: „Eine Chance, um noch besser zu werden“. Das Gerasdorfer Lauf-Ass Andreas Vojta nahm die Verschiebung der Olympischen Spiele auf 2021 locker hin.

Von Peter Sonnenberg. Erstellt am 01. April 2020 (06:30)
Andreas Vojta
ÖLV, Benedik

Für 5000-Meter-Tokio-Aspiranten Vojta verlief die Hallensaison ausgezeichnet, mit seinen starken Leistungen über 3.000m und 1.500m zeigte er sich blendend in Form. Mit dem Sieg bei den Balkan-Hallenmeisterschaften sammelte er zudem wichtige Punkte für die Weltrangliste, die seit heuer für eine Olympiaqualifikation herangezogen wären. Umso bitterer für den 30-Jährigen, dass es diesen Sommer nichts mit einer Reise nach Japan wird.

„Quarantäne-Spiele will niemand“

„Ich muss zugeben, mir war nach den letzten Wochen schon klar, dass das alles nicht durchführbar ist. Deswegen konnte ich mich im Kopf schon darauf einstellen“, erzählt Vojta. „Natürlich schade für mich, aber absolut die richtige Entscheidung, weil du hast jetzt die Sportler nicht dahinter, auch die Fans nicht und Quarantäne-Spiele, glaube ich, will niemand.“

Für Vojta bleibt jetzt eine spannende Frage, wann 2021 die Olympische Fackel in Tokio entzündet wird, auch im Sommer oder gar schon im Frühling. Kurzfristig hängt der Gerasdorfer, wie viele seiner Kollegen, momentan in der Luft, weil nicht klar ist, ob und wenn ja, wann, Wettkämpfe in den nächsten Monaten wieder möglich sind.

Laufen als dankbare Disziplin

Deshalb ist es für ihn jetzt so, als wenn wieder eine Grundlagenvorbereitung losgehen würde. „Ich habe als Läufer das Glück nicht so an die Infrastruktur gebunden zu sein, wie Sprinter oder Stabhochspringer beispielsweise. Alleine laufen kann ich zu Hause auch, natürlich immer mit dem nötigen Sicherheitsabstand.“

Für Vojta ist es auch wichtig im Kopf nicht zu sehr zu verkrampfen: „Ich lasse mich da nicht aus der Bahn bringen und bleibe ruhig und locker. Ich sehe es als eine Chance, um noch besser zu werden. Gewisse Dinge im Leben kannst du halt nicht ändern.“