Sebastian Czerny quälte sich durch das "Inferno". Der Purkersdorfer Sebastian Czerny sieht beim legendären Bewerb durchs Berner Oberland als Zwölfter das Ziel. „Hungerast“ warf ihn kurz vor dem Ziel aus den Top Ten.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 21. August 2019 (02:38)
Sebastian Czerny beim Zielfoto des Infernos mit Mönch, Eiger und Jungfrau im Hintergrund hat was.
Sebastian Czerny beim Zielfoto des Infernos mit Mönch, Eiger und Jungfrau im Hintergrund hat was. privat

Am Samstag um punkt 6.30 Uhr war es endlich so weit: Das Abenteuer, auf das der Purkersdorfer Triathlet Sebastian Czerny heuer im Sommer so lange hintrainiert hatte, ging los. Der von allen nur „Inferno“ genannte Bewerb in den Schweizer Alpen, zählt zum Härtesten, was der Triathlonsport international zu bieten hat.

Mit drei Kilometer Schwimmen im kalten und welligen Thuner See stand der erste Abschnitt am Programm. Schwimmen zählt nicht zu den Lieblingsdisziplinen Czernys, umso weniger bei Schlechtwetter.

Dafür ging es dann bei perfekter Sicht 97 Kilometer mit dem Rennrad weiter. Die perfekte Sicht war Czerny in diesem Fall schon wichtig, denn auch wenn er sportlich vorne mitmischen wollte, der Ausblick auf Mönch, Eiger und Jungfrau beim Ritt durchs Berner Oberland kann auch einen Semiprofi wie ihn durchaus noch beeindrucken. „Entlang dem Jungfrau-Massiv ging es bis Grindelwald“, schildert er die geografischen Erkundigungen.

Stechelberg ist nur mit Mountainbike fahrbar

Dort stand dann der Wechsel aufs Mountainbike an, bei dem es am Fuße der Eiger Nordwand über das kleine Scheidegg nach Stechelberg ging. „Auf einem normalen Rad wäre die Strecke nicht zu schaffen“, erzählt Czerny.

Dort wiederum wurde in die Laufschuhe geschlüpft und es ging von 850 Meter Seehöhe über Lauterbrunnen und Mürren aufs Schilthorn in fast 3000 Meter Seehöhe.

„Ein unglaubliches Erlebnis, das mit Gesamtrang 12 und tollen Bildern im Kopf geschafft wurde“, bilanziert er. Um eine Minute verfehlte er es, die 10-Stunden-Schallmauer zu unterbieten. „Ich habe aber auf der zweiten Hälfte der Laufstrecke viel Zeit liegen gelassen, weil mir die Verpflegung ausgegangen ist und ich einen echten ‚Hungerast‘ hinnehmen musste“,ärgert er sich.