Invaders-Debakel beim Heimdebüt. Die Heimpremiere in St. Georgen ist den Invaders sportlich misslungen — 0:49 siegten die Gäste aus Traun! Organisatorisch passte aber alles und ein Legionär steht ante portas.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 12. Mai 2021 (01:00)
Der Offensive-LinerChristopher Franke brachte stolz die Invaders-Flagge aufs neue, top gepflegte Homefield, die St. Georgener „Gruam“. 
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Die Steelsharks Traun haben den Generali Invaders bei deren Heimpremiere in St. Georgen keine Geschenke gemacht. Im Gegenteil, beim 0:49 wurden die St. Pöltner in ihrer „Gruam“ sportlich regelrecht begraben. Dennoch hatte der Tag für Invaders-Obmann Michael Steiner auch Positives: Die Premiere auf der neuen Anlage war die perfekte Generalprobe für die nächsten Heimspiele, bei denen auch Zuschauer begrüßt werden dürfen. Den Ankick nahm Dominik Mesner von Vermessungstechnik Schubert vor.

„Dass die Trauner, die erst aus der höchsten Liga abgestiegen sind, überlegen sein würden, kam für uns nicht überraschend“, meinte Steiner gefasst. Bereits zur Pause lagen die Gäste mit 35:0 in Front, sodass die Uhr im zweiten Durchgang durchlief, was die Niederlage der Invaders mit 0:49 noch halbwegs erträglich machte. Bitter schmeckten einige Verletzungen. Vom Feld musste Youngsters Paul Steidl sowie Christoph Widhalm, Samuel Wechdorn und Georg Edlinger. Auch Haris Palic war wegen einer Handverletzung gehandicapt.

Die Steelsharks sind nun Zweiter der Conference, nachdem sie gegen die Vikings II in Runde eins einen 20-Punkte-Vorsprung aus der Hand gaben. Die Invaders sind am Tabellenende zu finden und saisonübergreifend seit zwölf Spielen ohne Sieg. Zum letzten Mal gewannen sie in der Division 1 im Juni 2018 gegen Maribor. Die Slowenen sind dann abgestiegen.

Ein „netter“ US-Boy wird derzeit getestet

Damit den St. Pöltner dieses Schicksal erspart bleibt, war am Samstag bereits der US-Amerikaner Shay Netter vor Ort. Der einstige College-Spieler aus Ohio ist in München engagiert, aber da in Deutschland noch länger nicht gespielt wird, kann er sich vorstellen, in St. Pölten derweil auszuhelfen. Er soll diese Woche mittrainieren und wäre als Universalspieler einsetzbar.

Ist er der Retter? Shay Netter trainiert schon mit den Invaders.
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„Wir wollen auf der Quarterback-Position mit unseren Jungs weitermachen, aber natürlich kann ein 18-Jähriger wie Basti Zeilinger von der Erfahrung Netters profitieren“, weiß Steiner. Ein Profi wie Trauns Teddie Martinez pflückte die Bälle des Jungquarterbacks noch nach Belieben herunter. Da kam Platzsprecher und Invaders-Gründer Günter Zanker mit dem Zählen der Interceptions kaum nach. „Martinez hat uns im Alleingang erlegt, die anderen Trauner mussten da nicht viel tun“, meinte auch Altstar Erich Dürauer, der mit Valentin Kopatz das Match am Spielfeldrand analysierte.
Headcoach Mario Hörhager forderte mehr Trainingseifer: „Auf diesem Niveau sind drei Trainings in der Woche Pflicht!“ Schon, um die Verletzungsgefahr zu minimieren.