Kreis-Asse zeigen auf. Lokalmatadore sprachen im Sportzentrum NÖ vorne mit. Zwei Titel für Alex Haupt-Buchenrode!

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 20. August 2019 (01:07)
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Veranstalter RaminMadaini mit den erfolgreichen 45--Damen. Zweite wurde die Herzogenburgerin Brigitte Krennmüller-Ettlinger (l.).

Erstmals war St. Pölten mit dem Sportzentrum NÖ letzte Woche Austragungsort der österreichischen Seniorenstaatsmeisterschaften. Ginge es nach der Mehrzahl der über 150 Teilnehmer und Veranstalter Ramin Madaini wäre es schön, wenn es zu einer baldigen Wiederholung des Turniers in der Landeshauptstadt käme. „Es hat einfach alles gepasst“, bilanziert Madaini als Veranstalter zufrieden.

Punkt für Punkt ein perfektes Turnier

Es gab attraktives Tennis mit Topspielern, wie dem Tullner Gerald Kaiser und dem Pressbaumer Alexander Haupt Buchenrode, die auch in der Seniorenweltrangliste ganz vorne zu finden sind.

Das Sportzentrum NÖ überzeugte nicht nur durch die Qualität der Plätze, sondern auch durch die Möglichkeit kostengünstig direkt neben der Anlage zu nächtigen. „Die Gäste aus den anderen Bundesländern zeigten sich begeistert“, freut sich Madaini.

Neben einer perfekten Organisation gab es am Finaltag dank der großzügigen Unterstützung des Sportlandes NÖ im Internet einen Livestream vom Event. „Ein Service das sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen des österreichischen Tennisverbands völlig überrascht hat“, ist Madaini zufrieden. Neben den Spielen wurden den ganzen Tag auch Interviews mit den aktiven live übertragen.

Und es gab — auch nicht unwichtig — erfolgreiche Lokalmatadore! Besonders die St. Pöltner Damen zeigten auf. Brigitte Krennmüller-Ettlinger (TC Herzogenburg, 45+) und Dorothea Trauttmansdorff (UTC Madainitennis, 35+) sicherten sich jeweils den Vizestaatsmeistertitel im Einzel. Veranstalter Ramin Madaini erreichte dasselbe im 35+-Doppel, der Harlander TC-Obmann Dietmar Sedletzky wurde im 55+-Doppel Dritter.

Einen schönen Erfolg feierten auch Ewald Zwettler (UTC St. Margarethen, 70+), Christian Schädl (TSG St. Pölten, 60+) und nicht zuletzt der Türnitzer Herbert Böhm (65+), die alle das Viertelfinale erreichten. Lezterer eliminierte davor sogar mit dem Salzburger Helmut Ritter ein Mitglied des Nationalteams.

Der Pressbaumer Haupt-Buchenrode, der sowohl im 65+-Einzel als auch im Doppel triumphierte, war wie gewohnt der erfolgreichste „Lokamatador“.

Ein erschöpfter aber auch sehr zufriedener Turnierleiter Ramin Madaini freut sich zum einen über eine perfekte Woche, blickt aber bereits nach vorn. „Das war nur der Startschuss für einen heißen Tennis-Spätsommer. Ab Anfang September geht es bereits mit dem 25.000-Dollar--ITF World-Tour-Damenturnier weiter, sowie dem internationalen Rollstuhltennisturnier und dem Masters des NÖTV Kreis Mitte. Fad wird mir also in den nächsten Tagen nicht“, lacht er.