Wieninger setzt sich bei EM-Quali durch. St. Pöltner Heeressportlerin holt in der Slowakei Bronze. Ihre Teamkollegin Funda Celo aus Neulengbach scheitert früh.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 25. Februar 2020 (01:02)
Karate-Landestrainer Michael Kompek, Florian Zöchling, Funda Celo, Cenk Tosun, Isra Celo, Chantal Ungur, Kristin Wieninger und Bundestrainerin Marianne Kellner (v. l.) beim Grand Prix Slovakia.
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Der legendäre Grand Prix Slovakia, an dem bereits in den Neunzigern die besten St. Pöltner Karateka, wie die nunmehrige Bundestrainerin Marianne Kellner und Andreas Huber teilnahmen, hat zu seinem 40-Jahr-Jubiläum mit 2.110 Nennungen aus 32 Nationen einen ungeahnten Andrang zu bewältigen. Umso erfreulicher ist das Abschneiden der St. Pöltner Athleten.

Heeressportlerin Kristin Wieninger gewann in der allgemeinen Klasse als beste Österreicherin Kata-Bronze und hat damit die interne EM-Qualifikation für sich entschieden. In drei Runden erkämpft sie sich die Teilnahme am kleinen Finale: In der dritten Runde verpasst sie den Einzug ins große Finale dann nur um 0,04 Punkte, landet hinter Lokalmatadorin Alzbeta Oveckova. Der Kampf um Bronze gegen die Mazedonierin Jovanoska Puleksenia geht klar an die BORGL-Absolventin: „Ich freue mich, dass die EM-Qualifikation klar ausgegangen ist, ich kann mich nun fokussiert bis Ende März auf Baku vorbereiten.“

Funda hält sich mit U-21-Silber schadlos

Die Neulengbacherin Funda Celo nahm sich ihr unerwartet frühes Ausscheiden in der allgemeinen Klasse zu Herzen und ging voll motiviert in den U-21-Bewerb: Die SLZ/HASL-Athletin gewinnt beide Vorrunden ihres Pools klar und erreicht das Finale gegen die Siegerin der allgemeinen Klasse, die Vietnamesin Thi Phuong Nguyen. Die jüngere Schwester der Ex-Weltmeisterin (2008) Hoang Ngan Nguyen gewann den Bewerb relativ knapp mit 25,88:25,68 gegen Funda. „Diese Platzierung der Staatsmeisterin glänzt wie Gold“, war Bundestrainerin Marianne Kellner zufrieden.

Einen Wettkampftag wie man ihn sich erträumt, hat Sport-Handelsschülerin Isra Celo erlebt: Sie erhielt in allen vier Runden bis ins Finale die deutlich höchsten Noten des Gesamtbewerbs (25,0 - 24,72 - 26,4 - 25,6) und gewann wie schon im Vorjahr unangefochten Gold unter 41 Starterinnen aus neun Nationen.

Ein Lebenszeichen gab auch Isras SLZ/HASL-Klassenkollege Cenk Tosun von sich: Der aus Salzburg stammende Karateka bot nach einer sechsmonatigen Verletzungspause bei den Kadetten mit Rang fünf eine tolle Leistung und schrammte nur knapp am Podest vorbei. In derselben Kategorie belegte Florian Zöchling Rang sieben unter 39 Startern aus 13 Nationen. Sima Celo (U 14) holte Platz sieben unter 45 Starterinnen aus neun Nationen.