Irre Finalspiele beim Rosenturnier in Tulln. Sylvie Zünd und Markus Sedletzky gewinnen die 65. Ausgabe der Goldenen Rose der Stadt Tulln. Die Endspiele verliefen spektakulär.

Von Bernhard Kapeller. Erstellt am 21. August 2019 (01:05)
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Im Damenfinale standen sich die gebürtige Liechtensteinerin Sylvie Zünd und die Wienerin Marlies Szupper gegenüber. Im bisherigen Turnierverlauf zeigte Szupper starkes Tennis und konnte im Viertelfinale nach hartem Kampf die an Nummer eins gesetzte Alina Silich besiegen. Die 18-jährige Zünd wiederum gab bis zum Finale gerade einmal sechs Games ab.

Nach anfänglichem Abtasten machte die Liechtensteinerin fünf Games in Folge und gewann den ersten Satz mit 6:2. Dies lag vor allem an der hohen Fehlerquote von Szupper. So ging Zünd auch im zweiten Durchgang mit 5:2 in Führung. Doch dann fand die Wienerin plötzlich zu ihrem Spiel und schaffte es mit einer beherzten Aufholjagd den Satz mit 7:5 in ihre Richtung zu drehen. Doch im dritten Satz war die Gegenwehr Szuppers dann gebrochen. Sylvie Zünd gewann den entscheidenden Satz schließlich mit 6:1 und konnte die Goldene Rose bei ihrem ersten Antritt gewinnen.

Bei den Männern standen sich im Finale zwei alte Bekannte gegenüber. Adnan Al-Mahmoud verlor auf dem Weg in sein erstes Endspiel in Tulln nur einen Satz – gegen Lokalmatador Vinzenz Wutzl. Sein Gegner stand in seinem bereits fünften Finale beim Tullner Traditionsturnier. Markus Sedletzky, Nummer eins des Turniers und Vorjahressieger, tat sich jedoch schwer gegen den gebürtigen Rumänen. Immer wieder fand Al-Mahmoud auf die druckvollen Aufschläge und das gute Winkelspiel des St. Pöltners die passende Antwort. Das Tiebreak im ersten Satz entwickelte sich zu einer Nervenschlacht, in der Al-Mahmoud mit 10:8 die Oberhand behielt.

Im zweiten Satz hatte Sedletzky vermeintlich nicht mehr viel gegen das Spiel des Rumänen entgegenzusetzen. Beim Vorjahresfinalisten schlichen sich immer mehr Fehler ein. Schließlich erarbeitete sich die Nummer vier des Turniers eine komfortable 5:2-Führung. Nach der Abwehr von drei Matchbällen legte Sedletzky jedoch ein spektakuläres Comeback hin und schaffte es den zweiten Satz mit 7:5 für sich zu entscheiden.

Im entscheidenden Durchgang verließen den Rumänen daraufhin die Kräfte und er musste beim Stand von 5:0 aufgeben. Für den St. Pöltner ist es der zweite Titel in Tulln.