Pernsteiner "optimistisch" in zweite Vuelta-Woche. Hermann Pernsteiner ist mit starken Leistungen während der Vuelta in die Kapitänsrolle des Bahrain-Teams geschlüpft.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 02. September 2019 (15:23)
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Hermann Pernsteiner 

Sechster der schwierigen Bergetappe am Sonntag mischte er in der Gruppe der Stars vorne mit und holte viel Selbstvertrauen. "Ich kann optimistisch in die zweite Woche gehen", sagte der 29-Jährige am ersten Ruhetag und nannte die Top 15 der Gesamtwertung als Ziel.

Nach der Bergankunft in Cortals d'Encamp war der Kirchschlager Gesamt-Zwölfter. Hätte er zu Beginn nicht die Helferrolle für den als Chef nominierten Mark Padun ausgefüllt und bei der ersten Bergankunft auf den Ukrainer gewartet, wäre sogar ein noch geringerer Rückstand als 6:23 Minuten möglich gewesen, sagte Pernsteiner am Montag der APA - Austria Presse Agentur. Da spürte der Radprofi aus der Buckligen Welt noch die Folgen der Klettertour am Sonntag über fünf Pässe bei im Finish extremer Witterung mit Starkregen und Hagel.

"Es war richtig hart, aber ich habe gesehen, dass die Stars auch leiden", sagte Pernsteiner und berichtete von Flecken auf dem Rücken vom Hagel. Bei seiner zweiten dreiwöchigen Rundfahrt, neuerlich in Spanien, wartet auf den Ex-Mountainbiker am Dienstag zunächst als 10. Etappe ein 36-km-Zeitfahren in Pau (Frankreich). "Da gilt es nicht zu viel Zeit zu verlieren", sagte der Kletterspezialist, der an den darauffolgenden Tagen wieder sein liebstes Terrain vorfindet. "Die Etappen im Baskenland und in Asturien werden richtig schwer. Ich werde jeden Tag versuchen, vorne dabeizubleiben."

Er genieße für die Gesamtwertung die volle Unterstützung des Teams, betonte der Kirchschlager. Padun und vor allem der Belgier Dylan Teuns, der einen Tag das Rote Trikot des Spitzenreiters getragen hatte, sollen für einen Etappensieg sorgen. Das wäre auch für Pernsteiner ein Traum, doch aktuell ist angesichts seiner guten Position ein Platz in einer Fluchtgruppe wohl nicht möglich. "Da werden sie mich nicht weglassen, weil sie um meine Stärke wissen."