St. Pöltner schafften Play-off-Qualifikation. Durch Sieg gegen Titelmitfavorit Gmunden steht der SKN fix in der Platzierungsrunde und den Play-offs. Ein furioses viertes Viertel (26:14) brachte die Entscheidung.

Von Manuel Burger. Erstellt am 17. Januar 2021 (09:11)
"Dunking-König" Logan Schilder war gegen Gmunden nicht zu stoppen. Foto: Wolfgang Mayer
Wolfgang Mayer

Trotz eines 39:46-Pausenrückstands stand ein St. Pöltner in der ersten Halbzeit im Mittelpunkt, nämlich Logan Schilder. Der Holländer versenkte seine ersten zehn Würfe aus dem Feld, hatte dabei schon nach etwas mehr als sieben Minuten 14 Punkte auf dem Konto und zur Pause 20. Einzig seine beiden Freiwürfe ließ er liegen. Auch Omar Krayem war einer der Spieler aus Hälfte eins: 13 Punkte, allerdings mit vier, von insgesamt sechs SKN-Ballverlusten im ersten Abschnitt. Nach einer 20:17-Führung drehte Gmunden gegen Ende des Eröffnungsviertels das Blatt: 25:20 in einer munteren Partie. 

Auch im zweiten Viertel ging es flott weiter. Erst in Minute 13 scorte nach Schilder und Krayem der dritte SKN-Akteur. Nach einem 30:29 für St. Pölten trafen aber bis zum Seitenwechsel nur mehr die Gäste konstant und lagen zwischenzeitlich mit 12 Punkten vorne (44:32).

Klasseleistung in zweiter Halbzeit

Im zweiten Durchgang kassierte Florian Trmal schon in Minute 23 sein zweites technisches Foul und musste das Feld verlassen. Aber nicht mehr in der Spur war fortan Gmunden. In knapp sechs Minuten gelang den Gästen nur ein Punkt aus einem Freiwurf. Zunächst konnte St. Pölten diese Nachlässigkeit nicht nützen, da in dieser Zeit auch nur sechs Zähler gelangen.

Doch der SKN fand zurück ins Spiel und klopfte schon am Ende des Viertels mit einer einmaligen Führung (56:55) an. Mit 17:11 wurde der dritte Abschnitt gewonnen, den Schwung nahm St. Pölten mit und geigte in den letzten zehn Minuten so richtig auf. Mit einem 12:0-Lauf zog man von 62:61 auf 74:61 und uneinholbar davon. 

Schilder (ohne die angeschlagenen Cutuk und Mbemba unter dem Korb Alleinherrscher und durchgehend am Feld) erhöhte sein Konto schlussendlich auf 30 Zähler, auch Lukas Böck wurde offensiv noch zum Faktor und erzielte seine neun Punkte allesamt im Schlussviertel. 71 Prozent bei den Zweiern und ein 43:25 in Hälfte zwei ebneten für den SKN den Weg zur Play-off-Qualifikation.

„Es war eine unglaubliche Performance, wir haben super verteidigt“, war SKN-Head Coach Andreas Worenz glücklich.

SKN ST. PÖLTEN – GMUNDEN SWANS 82:71 (39:46). – SKN: Schilder 30 (Double-Double mit 10 Rebounds), Krayem 22, Böck 9, Jagsch 8, Kaltenbrunner 5, Wonisch 5, Trmal 3, Oikonomopolous.