SZE St. Pölten: Austausch über die Grenzen hinweg. Das Schulzentrum Eybnerstraße und zwei Schulen in Bonn und Sofia starten gemeinsam Friedensbildungsprojekt.

Von Marlene Greifeneder. Erstellt am 07. März 2021 (03:51)
Das Schulzentrum Eybnerstraße knüpft Kontakte mit Kooperationspartnern sowie mit Schulkollegen und Pädagogen aus Deutschland und Bulgarien.
Boriana Karapanteva-Strasser

Bei dem fächerübergreifenden Erasmus-Projekt „Odyssee des Friedens“ werden die Schüler zweier Klassen Geschichten über den aktiven Frieden kreativ umsetzen und visualisieren. Unter dem Überbegriff „Erinnerungskultur“ werden Biografien von Menschen in Europa, die in Krisenzeiten mit Mut und Zuversicht gehandelt haben, erzählt und untersucht, um die ethischen Grundwerte des gesellschaftlichen Miteinanders zu bewahren. Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen und bildungspolitischen Werte des europäischen Kulturerbes. Umgesetzt wird das Projekt in den Fächern Deutsch, Geschichte, Musik und bildende Kunst.

Die Initiatorin Boriana Karapanteva-Strasser hat sich schon länger mit den Themen Kunst und Frieden auseinandergesetzt, nach einer Fortbildung kam ihr die Idee zu dem Projekt. „Wir sprechen viel öfter über den Krieg als über den Frieden. Mich hat es auch beschäftigt, dass funktionierende, friedenstiftende Handlungen oft nicht zur Geltung kommen“, beschreibt die Kunstpädagogin Karapanteva-Strasser ihre Motivation.

Derzeit wird digital miteinander vernetzt

Das Konzept war ursprünglich für den analogen Unterricht geplant, dennoch konnte es trotz der herausfordernden Umstände starten. „Im Jänner beispielsweise war ein Referent eingeladen, der mit den Schülern erfolgreich online zusammenarbeitete“, erzählt Direktorin Sabine Geissberger.

Die drei teilnehmenden Schulen werden in der jeweiligen Region aktive Forschung betreiben und sich zum Beispiel in die Geschichte der lokalen Friedenskultur vertiefen. Ziel ist es, dass die Schüler untereinander, auch über die Grenzen hinaus, ihre gesammelten Erfahrungen austauschen. Da das Erasmus-Projekt bis in das Sommersemester 2022 laufen wird, hoffen die Schüler, dass sie noch die Chance bekommen, tatsächlich nach Bonn und Sofia reisen zu dürfen.

„Ich bedanke mich bei allen externen Partnern, unter anderem der Stadt St. Pölten und dem Büro für Diversität für die Unterstützung“, freut sich Boriana Karapanteva-Strasser auf den weiteren Verlauf des Projektes.