Land NÖ beteiligt sich mit 26 Prozent an FH St. Pölten. Das Land Niederösterreich beteiligt sich mit 26 Prozent an der Fachhochschule St. Pölten und investiert 5,4 Millionen Euro in den Ausbau, der die Kapazität der Bildungseinrichtung von derzeit 3.000 auf 3.600 bis 3.800 Studierende erhöhen wird. Die entsprechende Erklärung haben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) am Dienstag unterschrieben.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 23. Januar 2018 (12:49)
NLK Pfeiffer
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler

Früher ein "weißer Fleck" auf der Bildungslandkarte, zählt Niederösterreich aktuell 21.500 Studierende, davon 10.000 an den FH in St. Pölten, Krems, Wiener Neustadt, Tulln und Wieselburg. Im Herbst kommen weitere 150 Studienplätze dazu, verwies Mikl-Leitner in einem Pressegespräch auf neue Studiengänge wie u.a. für Agrartechnologie in Wieselburg, Robotik in Wiener Neustadt, Data Science and Digital Business Analytics in St. Pölten und Krems sowie dort auch Applied Chemistry.

Im Mai 2017 sei die vertiefte Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt vereinbart worden, erinnerte Mikl-Leitner. Die FH St. Pölten mit den wichtigen Bereichen IT, Gesundheit und Soziales sei eine Erfolgsgeschichte: "Der Standort wächst und wächst." Mit dem Ausmaß von 26 Prozent orientiere man sich an Wiener Neustadt, wo die Beteiligung an der FH in derselben Höhe liege.

NLK Pfeiffer
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bürgermeister Matthias Stadler

Stadler, mit der FH nach seinen Angaben seit deren "Geburtsstunde" 1994/95 verbunden und auch vormals im Nebenberuf Geschäftsführer, verwies auf die rasante Etablierung der Einrichtung mit aktuell 1.000 haupt- und nebenberuflich Beschäftigten. Mit dem Neubau 2006/07 sei ein Akzent gesetzt worden, die Planung des nächsten Schritts im Volumen von 47 Millionen Euro sehe wieder ein Lebenszyklusmodell vor. Man sei nun nach europaweiter Ausschreibung in der Endvergabe, und der Baubeginn bereits mit 24. Juli festgesetzt. Das Bauende ist am 10. Jänner 2020 und die Eröffnung Mitte März 2020 vorgesehen. Der Platz biete Reserven für noch zwei, drei weitere Ausbauphasen, so Stadler.

Maturanten aus der Region müssten nicht mehr alle nach Wien oder Linz auspendeln. Auch die Akkreditierung für die Bertha von Suttner Privatuniversität am Campus sei im Prozess, so Stadler. 2017 wurde die FH-Holding gegründet. Der Bürgermeister führte als wesentlich die steigenden Förderansätze pro Studierendem an. Im Gemeinderat soll am kommenden Montag eine Start-up-Initiative gestartet werden, sprach Stadler von einer Anschubfinanzierung für Räumlichkeiten für Start-ups.