St. Pölten ist für Sturm gewappnet. Stadt und ÖBB geben Einblick in ihr Handeln bei hoher Windstärke.

Von Marlene Groihofer. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:29)
Gesperrt war aufgrund des Sturms „Sabine“ etwa der Abgang von der Linzer Straße in die Alte Reichstraße.
Gruber-Dorninger

Vergangene Woche fegten die Stürme „Petra“ und „Sabine“ übers Land – und hinterließen Schäden, vor allem im Norden und Westen Österreichs. Auch die Stadt St. Pölten zog vorbeugend Konsequenzen: Es wurden der Hammerpark, der Stadtwald und das Seengebiet gesperrt, die Bevölkerung wurde mittels Hinweistafeln, Absperrgitter und über die Medien sowie online informiert.

„Es gibt für solche Fälle keine festgeschriebenen Richtlinien“, erklärt der St. Pöltner Baudirektor Kurt Rameis die Vorgehensweise der Stadt bei Sturmsituationen. „Wir orientieren uns an den Wetterwarnungen der ZAMG. Vorweg werden die Maßnahmen zwischen Bürgermeister und dem Geschäftsbereich Bau abgesprochen.“ Bei Gefahr in Verzug würden die Stadtgärtnerei und die Gemeindestraßenverwaltung aber auch ohne Anweisung „von oben“ handeln.

Welche Bereiche bei einem Sturm in St. Pölten die größte Gefahr darstellen? „Die meisten Schäden ereignen sich durch Sturmböen und die sind örtlich nicht vorhersehbar“, erklärt Kurt Rameis.

„Definierte Abläufe“ treten bei ÖBB in Kraft

Für internationale Verspätungen sorgten die Stürme jedenfalls im Zugverkehr: „In NÖ hat es aber keinen Ausnahmezustand gegeben“, erklärt der für Niederösterreich zuständige ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Für besondere Vorkommnisse wie Sturm gebe es bei den ÖBB „definierte Abläufe“. Die St. Pöltner Bahnhofsmitarbeiter sind in solchen Fällen, angefangen von der Überwachung der Lage am Bahnhof über jene der Züge im Zuständigkeitsbereich bis zum etwaigen Schienenersatzverkehr, gefragt.

Von den Auswirkungen des Sturmes betroffen war die St. Pöltner Feuerwehr mit Einsätzen: Unter anderem wurden Blechwandelemente gesichert, ein abgedecktes Firmendach abgedichtet und zahlreiche umgestürzte Bäume weggeräumt.