Rückhaltebecken in Pottenbrunn kommt früher. Gemeinderat beschließt Rückhaltebecken-Bau. Diskussion gab es darum, wer die Förderung nun erreichte.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:13)
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ÖVP-Vizebürgermeister Matthias Adl (l.) und Gemeinderat Bernhard Wiehalm suchten das Gespräch mit Stephan Pernkopf.

„Wer hat’s erfunden?“ – darüber stritten sich ÖVP und SPÖ im Gemeinderat. In einem Dringlichkeitsantrag wurde die Errichtung eines Rückhaltebeckens in Pottenbrunn, in der Nähe des Friedhofes beschlossen. Im Juli hieß es noch, dass es dafür keine Fördermittel gibt und der Bau verschoben werden muss. Das Land gab diese Fördermittel nun frei, mit dem Bau kann im nächsten Jahr begonnen werden.

„Die Pottenbrunner Bevölkerung begrüßt die Errichtung. Gut Ding braucht Weile“, sagte ÖVP-Gemeinderat Bernhard Wiehalm. Durch seine Initiative gemeinsam mit Vizebürgermeister Matthias Adl, sei diese Förderung durch das Land doch noch zustande gekommen. Ein Gespräch Mitte September sei dem vorausgegangen. „Bürgermeister Stadler hat versprochen dran zu bleiben. Wir haben uns erlaubt beim Land nachzufragen. Dort wusste niemand etwas davon“, beklagt Adl.

„Der Sieg hat viele Väter, nur die Niederlage ist ein Waisenknabe“, kontert SPÖ-Stadtrat Harald Ludwig. Geld sei im Topf im Kampf gegen den Borkenkäfer übrig geblieben und das könne nun für den Bau des Retentionsbeckens verwendet werden. „Man kann sich darüber streiten, wer das zuerst erreicht hat. Die Beamten der Stadt, die diesen Fall schon lange bearbeiten oder ein Gespräch der ÖVP mit Stephan Pernkopf“, so Ludwig.

Für den Hochwasserschutz stellen das Land und der Bund je 140.000 Euro zur Verfügung. Die Stadt übernimmt 70.000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 350.000 Euro.