S 34-Streit vor dem St. Pöltner Gemeinderat. Gegner schaffen es in die Sitzung, Befürworter positionieren sich.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 25. Juni 2021 (04:54)
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Oben: Protest auf einem Feld in St. Georgen gegen die S 34.
Privat

Über den Bau der S 34 entscheiden weiter Höchstgerichte. Dennoch wird sich der Gemeinderat mit der Traisental-Schnellstraße beschäftigen. Das Wahlamt hat die nötige Unterstützerzahl für einen Initiativantrag der S 34-Gegner bestätigt.

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Protest auf einem Feld in St. Georgen gegen die S 34.
Klaudia H. Ratzinger

Zur Bekräftigung formierten sich 300 St. Pöltner auf einem Feld in St. Georgen zum Schriftzug „Stopp S 34!“. Zur Aktion aufgerufen hatte Romana Drexler, die mit ihrer Initiative den Antrag im Gemeinderat einbringt. „Ich bin glücklich, dass so viele Menschen ihren Widerstand gegen den geplanten Bau zum Ausdruck bringen“, zeigt sich Drexler zufrieden. Die S 34 wäre eine Katastrophe für die landwirtschaftliche Nutzung der Region und hätte negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

Gleichzeitig mobilisiert die Plattform für den Bau der S 34. „Pro S 34“ hat eine Stellungnahme beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht. An der Spitze stehen Wirtschaftskammer-Bezirksstellen-Obmann Mario Burger und der ehemalige Sprecher des parlamentarischen Verkehrsausschusses Anton Heinzl: „Unser Ziel ist, den tausenden Anrainern und der wirtschaftlichen Zukunft eine Stimme zu verleihen.“ Unter den Befürwortern sind auch Dominik Mesner, Franz Amler oder Werner Blum.