Auf zwei Gleisen unterwegs. Über die St. Pöltner Doppelstrategie.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 01. Oktober 2019 (01:44)

Eine Cup-Schwalbe macht noch keinen Sommer. So schön das 2:1 gegen Mattersburg für die seit zehn Monaten nach einem Heimsieg darbenden St. Pöltner auch war: Die Probleme bleiben dieselben. Von den im Sommer ausgerufenen Ansprüchen ist der SKN weit entfernt.

Störfeuer wie in der vergangenen Saison, als Trainer Ranko Popovic schon nach wenigen Spieltagen durch verzichtbare Wortmeldungen angezählt wurde, bleiben aus. Trainer Alex Schmidt stellt sich vor seinen Kader. Die Qualitätsfrage wird höchstens intern gestellt. Absolut korrekt – schließlich macht‘s wenig Sinn, ohne Chance auf Kaderveränderungen bis zur Wintertransferperiode, das bestehende Aufgebot schlecht zu reden. Schmidt muss gute Miene zum unzureichenden Spiel machen.

Parallel laufen Gespräche mit dem 1. FC Köln über eine mögliche Kooperation. Über diese Schiene möchten die Wölfe (leihweise) zu Rohdiamanten aus dem Kader der Deutschen kommen. Also zu Kickern, die für „Vollgasfußball Marke Schmidt“ prädestiniert sein.

Der Rucksack, der dem Coach im Sommer mit dem wohl vorschnell kommunizierten Saisonziel „Quali für die Meistergruppe“ umgehängt worden ist, lässt sich wohl auch mit vielversprechenden Verstärkungen heuer nicht schultern.