Von vielen abgehängt. Über den SKN und die Überflieger in der Bundesliga.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 08. Oktober 2019 (01:13)

Alles spricht über den WAC, über den LASK, zieht den Hut vor den Kickern aus dem 7.000-Einwohner-Städtchen Hartberg. Über den SKN St. Pölten wird weniger gesprochen. Und wenn, dann eher geschimpft. Der Vergleich mit direkten Konkurrenten von einst macht den Unmut durchaus verständlich.

An das Titelduell mit dem LASK in Liga zwei erinnern sich alle Fans der Wölfe natürlich noch. St. Pölten hängte damals den Favoriten ab, stieg ein Jahr vor den Linzern in die Bundesliga auf. Heute sieht man beim SKN nur mehr die Rücklichter. Der LASK nutzt seine Fanbasis, die Wirtschaftspower in Oberösterreich und ist erster Salzburg-Jäger. Hartberg, der Überraschungsaufsteiger des Vorjahres, hat die St. Pöltner abgehängt. Wolfsberg sowieso.

Auch nach dem Abgang von Erfolgscoach Christian Ilzer Richtung Austria Wien steht der WAC für attraktiven und erfolgreichen Fußball. Der SKN hingegen: Der ist nun endgültig im Abstiegskampf angekommen.

Bis auf diesen viel zu kurzen „magischen“ Herbst, der Didi Kühbauer zum Job bei Rapid verholfen hat, dominierten Krampf und Kampf um‘s sportliche Überleben die St. Pöltner Saisonen seit der Rückkehr in die Bundesliga. Ein (nachhaltiger) Schritt nach vor ist bis heute nicht gelungen.