St. Pöltner Ärzte fühlen sich übergangen. St. Pöltner Impfstraße wird zu Impfzentrum umgebaut. Mit den Medizinern gab es bisher keinen Austausch dazu.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 08. April 2021 (05:36)
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Unmut herrscht derzeit bei St. Pöltner Ärzten wegen der Neuregelung der Impfstraßen. „Wir waren mit Spitalsärzten, niedergelassenen Ärzten und Pflegepersonal in der Impfstraße gut aufgestellt“, betont Allgemeinmediziner-Vertreter Franz Sumetsberger. Ihn ärgert, dass kein Kontakt aufgenommen wurde. Derweil erfolgt bereits der Umbau zum Impfzentrum. Bis Mai sollen die beiden Impfstraßen parallel laufen, dann die kommunale abgelöst werden. „Das ist eine eigenartige Vorgehensweise. Jeder macht sein Ding“, so Sumetsberger. Ihm sei es aber natürlich ebenfalls wichtig, dass so viel wie möglich geimpft wird.

„Die Entscheidung fiel kurzfristig“, betont Notruf-144-Sprecher Stefan Spielbichler. Weil es vom Bund geheißen habe, dass die vorhandenen Impfdosen auf 150.000 aufwärts erhöht werden, sei ein rasches Handeln nötig gewesen. Am Montag der Vorwoche ging die Info an die Gemeinden, am Mittwoch informierte die Ärztekammer. „Die Ärzte in der Impfstraße können natürlich weiterimpfen, es werden auch künftig Helfer gebraucht“, so Spielbichler.