Gelsen können auch nützliche Quälgeister sein. Stechmücken sind, vor allem als Larven, eine beliebte Nahrungsquelle für andere Tiere. Und wie man sich vor Bissen schützt.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 28. Juni 2019 (12:48)
Gruber-Dorninger
Horst Aspök diskutierte mit den Biologen Karin Bakran-Lebl und Manfred Rosenberger über die Notwendigkeit der Gelsen (v. l.).

Passend zur Sonderausstellung „Stechen, kratzen, beißen“ im Haus der Natur lud das Museum NÖ zum Vortrag „Die Gelse – Plage oder Notwendigkeit“. Mit dabei Horst Aspök, der als Koryphäe im Bereich medizinische Parasitologie anerkannt ist. Etwa 50 verschiedene Gelsenarten gibt es in Österreich, Tendenz steigend.

Tigermücke und japanische Buschmücke wurden in den letzten Jahren nachgewiesen. Sie können Krankheitserreger wie das West-Nil-Virus übertragen. „Die Tigermücke hat sich nicht etabliert, einzelne Individuen wurden eingeschleppt“, beruhigt Horst Aspök.

Karin Bakran-Lebl referierte über die Bedeutung der Insekten für Ökosysteme und gab einen Einblick in die Lebensweise der Gelsen. Vor allem die Larven sind hier von großer Bedeutung. Fische und Larven anderer Insekten ernähren sich davon, wovon wiederum Vögel wie die Mehlschwalbe satt werden. Was aber tun gegen die nicht nützliche Eigenschaft der Gelsen, die Stiche? Biologin Bakran-Leibl empfiehlt das Tragen heller langärmeliger Kleidung. Repellents, darunter auch das Öl des Zitroneneukalyptus, würden zusätzlichen Schutz bieten.