Gaffer-Abwehr nach Herzinfarkt in St. Pöltner City. Mann brach mitten in Bankfiliale zusammen. Polizei hielt Schaulustige fern.

Von Thomas Werth. Erstellt am 21. Mai 2019 (04:29)
shutterstock.com

In der Domgasse mussten Donnerstagvormittag kurzfristig Polizisten den Sparkassen-Eingang bewachen. Doch kein Verbrechen löste den Einsatz aus, sondern ein medizinischer Notfall in der Bankfiliale. Ein Mann hatte dort einen Herzinfarkt erlitten.

Während die Mitarbeiter bis zum Eintreffen der Rettung um das Leben des Mannes kämpften, wollten immer mehr Personen das „Schauspiel“ aus nächster Nähe betrachten.

Werth
In der Sparkassen-Filiale in der Domgasse spielten sich dramatische Szenen ab. Die Polizei musste viele Schaulustige abhalten.

„Glücklicherweise haben wir seit einer Gesetzesnovelle mehr Möglichkeiten gegen solche Gaffer“, berichtet ein Polizist. Das Sicherheitspolizeigesetz erlaubt es nun, dass die Polizei Unbeteiligte wegweist. Wer sich trotz Abmahnung nicht entfernt, kann auch mit einer Geldstrafe belegt oder sogar festgenommen werden.

„Es ist wichtig, dass Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können und es ist eine absolute Unart, dass solche Einsätze sogar aus nächster Nähe gefilmt werden“, so der Polizist.

Der Mann soll beim Abtransport ansprechbar gewesen sein.

Umfrage beendet

  • Härter durchgreifen gegen Gaffer?