Prozess zu Bordell-Betrug geht weiter . Kunden sollen von Bordell-Team um mehrere tausend Euro betrogen worden und mit Alkohol betäubt worden sein. Insgesamt geht es dabei um rund 30.000 bis 40.000 Euro.

Von Stefanie Marek. Erstellt am 11. Mai 2021 (20:04)
Der Fall landete erst jetzt vor Gericht
APA/Webpic (Symbolbild)

Tag Vier im Prozess rund um ein St. Pöltner Bordell: Dem Chef, einem weiteren Mann und mehreren Prostituierten wird vorgeworfen, zwischen November 2018 und Juni 2020 mindestens 17 Gäste betäubt und ihnen dann extrem überhöhte Rechnungen für angebliche Dienstleistungen ausgestellt zu haben. Weiters sollen sie Kunden gedroht haben und sie zuhause aufgesucht haben, weil diese nicht zahlen wollten.

Eine Frau, die gleich an ihrem ersten Tag als Kellnerin vom Chef dazu gebracht wurde, eine falsche Rechnung auszustellen, sagte am vierten Prozesstag aus. Durch ihre Aussagen, die sie schon bei der Polizei gemacht hatte, konnten große Teile des Falls aufgeklärt werden. Sie bleibt bei ihren Angaben, dass regelmäßig Kunden mit Absinth betäubt und danach über den Tisch gezogen wurden.

Einer der Geschädigten sagt ebenfalls an diesem Tag aus: Er habe mit den Damen Sekt getrunken, dann plötzlich einen totalen Filmriss gehabt und schließlich ohne Kleidung in einem Zimmer aufgewacht, sein Geld und seine Kreditkarte waren weg. Danach habe ihm ein Mann (der Zweitangeklagte) im Büro eine Rechnung über 2.800 Euro präsentiert und ihm schließlich die zuvor verschwundene Geldbörse und Kreditkarte gereicht.

Ein letzter wichtiger Zeuge, ein Kellner kommt nicht. Die Verhandlung muss erneut vertagt werden.

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