Milchkönigin Anita Tröstl: Milch ist ihre Botschaft. Milchkönigin Anita Tröstl aus Stössing erzählt über den Start ihrer Amtszeit und die Landwirtschaft.

Von Michael Fusko. Erstellt am 26. Februar 2021 (04:06)
Anita Tröstl ist als NÖ Milchkönigin Botschafterin für die heimische Milch.
Georg Pomassl

Die Stössingerin Anita Tröstl ist seit September NÖ Milchkönigin und gemeinsam mit Prinzessin Theresa Binder Botschafterin für die heimische Milch. Der Beginn ihrer Amtszeit fiel direkt in die Pandemie. Größere Veranstaltungen gab es keine. Die Zeit hat Tröstl genutzt, um den Fokus auf Social Media zu legen. Das gute Image von Milchprodukten will sie durch konsequente Kommunikation erhalten und noch weiter ausbauen. „Die Milchkönigin ist auf Facebook vertreten und jetzt auch auf Instagram. Diese Plattformen sind eine gute Gelegenheit, speziell die jüngere Generation auf das Thema Milch und Milchwirtschaft aufmerksam zu machen“, so Tröstl.

Das Jahr wird für Tröstl spannend, weil viele Auftritte offen sind. Sie hofft, dass sich bis zum Weltmilchtag am 1. Juni die Lage entspannt, um diesen gebührend feiern zu können. Besonders wichtig sind Tröstl Auftritte in Schulen und Kindergärten. „Die Konsumenten von morgen brauchen einen Bezug zur gesunden Ernährung und zur heimischen Landwirtschaft“, meint Tröstl. Von den Landwirten wird die Milchkönigin mit offenen Armen empfangen. Gemeinsam mit den Betrieben will sie die Wertschätzung für die regionale Milchwirtschaft weiter steigern. „Es macht Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Sie brennen dafür, wenn es darum geht, ein hochwertiges Produkt herzustellen. Dieses Feuer müssen wir nutzen, um auch die Kunden in den Supermärkten zu begeistern“, so Tröstl.

„Mir ist wichtig, dass unsere Landwirte den Konsumenten erklären, wie es funktioniert, und nicht die Werbung.“ Milchkönigin Anita Tröstl

Aufgewachsen ist Anita Tröstl auf einem Milchviehbetrieb. Die Kuh und die Milch begleiten sie seit Kindheitstagen. Sie kennt die Abläufe und Herausforderungen auf einem Hof. Die Bewerbung als Milchkönigin lag daher auf der Hand. „Mir ist wichtig, dass unsere Landwirte den Konsumenten erklären, wie es funktioniert, und nicht die Werbung.“ Denn sie seien es, die sich 365 Tage im Jahr um ihre Kühe, Schafe und Ziegen kümmern. „Corona zeigte uns, dass wir landwirtschaftliche Betriebe in der Region als Lebensmittelproduzenten, Landschaftspfleger und für Arbeitsplätze brauchen“, meint Tröstl.

Auch der Vatikan schätzt heimische Butter

Das Besondere an der Milch ist für Anita Tröstl die Natürlichkeit und Vielseitigkeit. „Milch und Milchprodukte sind wichtige Nährstoff- und Vitaminlieferanten. Das darin enthaltene Kalzium ist wichtiger Baustein für gesunde Zähne und Knochengewebe.“ Die Milchbauern würden Regionen, wo kein Getreide, Gemüse und Obst gedeiht, pflegen und über die Milch Grünlandflächen für den Menschen verwertbar machen.

„Die Qualität unserer Produkte weiß übrigens auch seit vielen Jahrzehnten der Vatikan zu schätzen. Der gesamte Butterbedarf wird aus Österreich gedeckt“, weiß Tröstl.