Fachhochschule St. Pölten wird zum Campus. Zubau der St. Pöltner Fachhochschule ist fast fertig. Neues Schwesterngebäude bietet viele neue Möglichkeiten.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:51)
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Gruber-Dorninger/Straubinger

Die Fachhochschule St. Pölten hat sich flächenmäßig fast verdoppelt. Der neue Zubau steht und das Personal hat mit dem großen Umzug bereits begonnen. Die NÖN durfte einen ersten Blick in das neue Gebäude werfen und auch die Büros und Labors testen.

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In den neuen Büros gibt es auch höhenverstellbare Tische. Da lässt es sich für CEO Gernot Kohl auch gut im Stehen arbeiten.
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Eigentlich sollte schon jetzt alles fertig sein. Doch Corona mimte auch hier den Spielverderber. Manche Möbel, Beschläge und Schalter sind noch nicht lieferbar und der eine oder andere Raum bekommt noch einen frischen Anstrich. „Wir haben mit ein wenig Zeitpuffer geplant. Bis zum Semesterstart im Oktober wird alles fertig sein“, ist FH-CEO Gernot Kohl mit dem Baufortschritt zufrieden. Seit 2015 wurde am Zubau getüftelt. Jeder konnte sich am Aussehen und an der Funktion des Gebäudes beteiligen. Die Architekten von NMPB setzten diese Wünsche in die Tat um.

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Im Kreativraum werden Ideen allmählich zur Wirklichkeit. Unterstützt wird dies durch buntes Mobiliar und Touchscreens.
Gruber-Dorninger/Straubinger

Der Zubau gleicht sowohl außen als auch innen dem Bestandsgebäude. „Das ist Absicht, es sollte eine Art Schwesternbau entstehen“, erklärt Kohl. Beide Gebäude gemeinsam schaffen nun einen echten Campus – im Eingangsbereich sowie im Gartenbereich auf der Rückseite. Der Zubau ist hell und freundlich. Dafür sorgen nicht nur Fenster und ein gläsernes Dach, sondern auch das helle Eichenholz. Über alle Etagen sind die beiden Gebäude verbunden und auch eine größere Mensa dient als Bindeglied. Vergrößert wurde auch die neue Bibliothek mit Zugang ins Freie. Sogar an eine Freiluftklasse wurde gedacht, die einen Open-Air-Unterricht ermöglicht.

Bürokonzept dient als Ideenschmiede

Die Büros in den oberen Etagen sind multifunktional. Die Räume sollen sich nicht auf die Mitarbeiter einstellen, sondern die Mitarbeiter jenen Raum nutzen, den sie gerade benötigen. Dafür gibt es Räume in unterschiedlichen Größen und Funktionen. „Wir wollen damit mehr Flexibilität und Bewegung schaffen. Viele Ideen entstehen bei Gesprächen zwischen Tür und Angel. Das soll gefördert werden“, so die Überlegungen von Kohl. Für Ideenaustausch und Besprechungen steht ein eigener Kreativraum zur Verfügung. Touchscreens bringen diese Ideen einen Schritt weiter in die Wirklichkeit.

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Die Studierenden wenden in den Gesundheitslabors ihr erworbenes Wissen an hochsensiblen Puppen an.
Gruber, Straubinger, Gruber, Straubinger

Neu sind die Gesundheitslabors. Den Studierenden stehen neueste Methoden zur Verfügung, um die Krankenpflege zu erlernen. Als Patienten fungieren Puppen, auf die Kohl besonders hinweist: „Die können eigentlich alles, was wir können.“