Ein Schneemann ohne Schmelzen. Die NÖN präsentiert die Teilnehmer des heurigen Umweltpreises der Stadt St. Pölten. Heuer gab es nur Sieger, da aufgrund von Corona die Projekte meist im Homeschooling fertiggestellt wurden und sich daher jeder einen Preis verdient hat.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. August 2020 (03:21)
Ein Schneemann aus Actimel-Flaschen begleitete die Umwelt-Champions der PVS Mary Ward ins Rathaus.
Josef Vorlaufer

Prämiert wurden auch die 4. Klassen der Privatvolksschule Mary Ward. Unter der Leitung von Susanne Leodolter verarbeiten sie im Werkunterricht PET-Flaschen und andere Verpackungsmaterialien. So entstanden nicht nur Blumenvasen oder Fahrzeuge, sondern auch Gruppenarbeiten wie die Dekoration für eine Aufführung des Schultheaters.

Für den Bau dieser Flitzer musste kein neues Bastelmaterial gekauft werden.
Susanne Leodolter

Im Mittelpunkt des Werkens steht, Abfallprodukten eine neue Bedeutung zu geben und sie aufzuwerten. „Die Kinder lassen sich davon anstecken, mit scheinbarem Müll etwas zu basteln. Und sie bringen mich immer wieder auf neue Ideen“, erzählt Leodolter.

Werkunterricht mit nachhaltiger Botschaft

Das Upcycling wecke ihre Kreativität und fördere eigenständiges Arbeiten. Außerdem spare es Ressourcen, weil weniger Bastelmaterial gekauft werden müsse. Gleichzeitig will die Lehrerin ihre Schüler zu  nachhaltigem Konsum motivieren. Sie sollen lernen, Einwegverpackungen kritisch zu hinterfragen, und Vorbilder für Erwachsene sein.

Zur Preisverleihung brachten die Champions einen Schneemann mit, ein Maskottchen der Schule. Anders als normale Schneemänner schmilzt er nicht: Er besteht aus Actimel-Flaschen und erinnert an die lange Lebensdauer von Plastik.