Bernhard Paul: Spuren der Kindheit. Teile des Hauses in Wilhelmsburg, in dem er aufwuchs, holte sich Bernhard Paul in die neue Heimat.

Von Inge Moser. Erstellt am 13. Mai 2021 (03:33)
Der „Circus Roncalli“ war vor der Corona-Zeit auch am Rathausplatz immer eine Attraktion. Dem in „Wümschburg“ aufgewachsenen Zirkusdirektor Bernhard Paul (links) sicherte sein Freund Josef Renz vom Antiquitätenzentrum Erinnerungen aus der Kindheit.
Josef Renz, Josef Renz

„Irgendwie will Bernhard Paul seinen Bezug zu Wilhelmsburg mit einigen Dingen festigen“, erzählt Josef Renz vom Antiquitätenzentrum in Kreisbach, langjähriger Freund des Zirkusdirektors vom berühmten „Circus Roncalli“.

„Spuren aus seiner Kindheit“ hatte Paul vor einigen Jahren gesehen, als ein Film beim „Pauli-Haus“, in dem er aufgewachsen ist, gedreht wurde. „Da blickte er durch die Eingangstür mit den schönen, verschiedenfärbigen Glasfenstern im Jugendstil und dachte an seine Zeit als Kind“, so Renz. Das Haus in Kreisbach wird derzeit von Johann Wimmer, der es so wie auch das einstige Reinberger-Haus kaufte, jetzt renoviert. Sieben Wohnungen entstehen im Zuge des Umbaus.

Das „Pauli-Haus“ in Kreisbach wird derzeit von Käufer Johann Wimmer renoviert, um sieben neue Wohnungen zu schaffen.
Inge Moser, Inge Moser

Bernhard Paul bat nun Renz, die Eingangstür sowie ein Stiegengeländer und das alte Terrazzopflaster auszubauen und bei ihm zu lagern. Vor einiger Zeit kam dann ein Lkw aus Deutschland und transportierte die Dinge aus der Vergangenheit von Paul nach Köln zum Restaurieren. „Ich hatte von der ehemaligen Konditorei Knapp neun Stühle in meinem Fundus, in denen der kleine Bernhard oft sein Eis schnabuliert hat. Auch über die hat er sich gefreut“, erzählt Renz.

Zu seiner ehemaligen Heimatstadt sowie zu den Wurzeln der Kindheit hat Bernhard Paul damit jetzt noch eine weitere Verbindung.